VSStÖ: Aufnahmetests: Nichts als reine Abschreckung

Aufnahmetests und Zugangsbeschränkungen bringen keine Vorteile für Studierende

Wenn das eigentliche Ziel der Beschränkungen sein sollte, die Anzahl der Studierenden weiter zu verringern, kann man den österreichischen Universitäten nur gratulieren. Es ist heuchlerisch, zu behaupten, man führt Aufnahmetests ein, um die Qualität im Studium zu verbessern. Österreichs Hochschulen dürfen nicht zu reinen Eliteschmieden verkommen, sondern müssen für alle offen sein.
VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy
Zugangsbeschränkungen wie Aufnahmetests sind eine Methode, Studieninteressierte aktiv davon fernzuhalten, sich auf Hochschulen weiterzubilden. Dies zeigt sich auch heuer wieder.
VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy
Zudem steigt besonders bei Maturant_innen der Druck. Während eigentlich für die Matura gelernt werden sollte, muss man beginnen für die Aufnahme in das erträumte Studium zu lernen. Das kann schnell dazu führen, dass man am Ende weder die Matura, noch das Traumstudium in der Tasche hat.
VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy
Der einzige richtige Schritt wäre, die Inskribierungen jetzt nochmal zu öffnen, und zwar ohne Aufnahmetests!
VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy
Die finanziellen Möglichkeiten dürfen nicht darüber entscheiden, wer welche Form von Bildung genießen darf!
VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy

Wien (OTS) - Für zahlreiche Studiengänge hätten im Sommer erstmals Aufnahmetests stattfinden sollen. Und bereits jetzt zeigt sich, dass Aufnahmetest Hürden für angehende Studierende darstellen: Viele der Tests fanden aufgrund zu geringer Anmeldezahlen gar nicht statt; allein an der Universität Wien wurde die Hälfte der Aufnahmetest abgesagt. Dadurch bewahrheiten sich die vom VSStÖ geäußerten Bedenken: Studieninteressierte werden abgeschreckt. Zugangsbeschränkungen sind immer sozial selektiv und bringen außerdem keine Vorteile für die Qualität im Studium.

„Wenn das eigentliche Ziel der Beschränkungen sein sollte, die Anzahl der Studierenden weiter zu verringern, kann man den österreichischen Universitäten nur gratulieren. Es ist heuchlerisch, zu behaupten, man führt Aufnahmetests ein, um die Qualität im Studium zu verbessern. Österreichs Hochschulen dürfen nicht zu reinen Eliteschmieden verkommen, sondern müssen für alle offen sein“, so VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy. „Zugangsbeschränkungen wie Aufnahmetests sind eine Methode, Studieninteressierte aktiv davon fernzuhalten, sich auf Hochschulen weiterzubilden. Dies zeigt sich auch heuer wieder.“

Besonders für Interessierte aus Arbeiter_innenfamilien, die die hohen Kosten für Vorbereitungskurse und Teilnahmegebühren nicht stemmen können, wird die Hürde von Jahr zu Jahr größer.

„Zudem steigt besonders bei Maturant_innen der Druck. Während eigentlich für die Matura gelernt werden sollte, muss man beginnen für die Aufnahme in das erträumte Studium zu lernen. Das kann schnell dazu führen, dass man am Ende weder die Matura, noch das Traumstudium in der Tasche hat“, führt Spitzy aus. „Der einzige richtige Schritt wäre, die Inskribierungen jetzt nochmal zu öffnen, und zwar ohne Aufnahmetests!“

Bereits jetzt haben 42 % aller Studierenden in Österreich mit psychischen Problemen zu kämpfen. Leistungsdruck und finanzielle Unsicherheit drängen viele Studierende an die Grenzen der Belastbarkeit, vor allem solche aus weniger privilegierten Haushalten sind stark davon betroffen. Mit der Einführung von Aufnahmetest wird bereits vor Beginn des Studiums Druck aufgebaut und so die Gesundheit der Studierenden aufs Spiel gesetzt.

„Die finanziellen Möglichkeiten dürfen nicht darüber entscheiden, wer welche Form von Bildung genießen darf!“, schließt Spitzy!

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Pressesprecherin*
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