Finale der Wiener Grätzelg’schichten: „dokFilm“-Premiere „Mein bestes Wien“ (Teil 2) am 4. August

Außerdem: „Alltagsgeschichte“ mit Elizabeth T. Spira „Beim Heurigen“

Wien (OTS) - Im Rahmen der populären ORF-Bezirksdokureihe porträtierte Chico Klein seit 2011 in 23 Filmen alle Wiener Gemeindebezirke und zeichnete so das Bild einer vielseitigen Weltmetropole – nicht nur bekannt für ihre Geschichte, Kultur und vielzitierte Lebensqualität, sondern auch als Heimat vieler Wiener Originale. Zum Abschluss der Wien-Porträts präsentiert der Regisseur in zwei neuen Ausgaben unter dem Titel „Mein bestes Wien“ Highlights der bisherigen Filme sowie bisher noch unveröffentlichtes Material. In der zweiten und letzten Folge – zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 4. August 2019, um 22.10 Uhr in ORF 2 – geht es um architektonische Landmarks, die einer Stadt in ständiger Metamorphose ein neues Antlitz geben. Chico Klein besucht neue und blühende Viertel der Wiener Gebäudelandschaft, der Griff ins Archiv macht deutlich, wie wirkungsvoll sich der Wandel in den neuen Stadtteilen innerhalb nur eines Jahrzehnts vollzogen hat. Unter anderem erzählen Ernst Molden, Michou Friesz, Otto Schenk und Roland Neuwirth persönliche G’schichten aus ihren Grätzeln.

Fixer Bestandteil der Wiener Kultur sind auch die Heurigen – wie die um 23.15 Uhr anschließende Folge der ORF-Kultreihe „Alltagsgeschichte“ aus dem Jahr 1995 zeigt. Dafür traf Dokumentaristin Elizabeth T. Spira Menschen „Beim Heurigen“, wo so manchem das Herz auf- und überging. Zum Beispiel dem Damenschneider Thomas, der jeden Tag um 16.00 Uhr in der Traditionsschenke in Jedlersdorf einkehrt, um auf demselben Tisch Platz zu nehmen und über das Leben und die Liebe zu philosophieren.

Mehr zum Inhalt von „Mein bestes Wien“, Teil 2:

Wien: Das ist Gemächlichkeit im Grätzel, wo jener Boden aufbereitet wird, auf dem Wiener Originale erblühen können – die Stadt mit der vielzitierten höchsten Lebensqualität. Wien ist aber auch die himmelstürmende Metropole, die stets wachsend an der Zwei-Millionen-Grenze kratzt. In Teil zwei dieses „Best of“ besucht Regisseur Chico Klein neue Stadtviertel mit herausragender Architektur, die einer sich ständig wandelnden Stadt ein neues Antlitz geben, so etwa der WU-Campus, das Sonnwendviertel in Nachbarschaft zum neuen Hauptbahnhof, die Hochhäuser auf der Donauplatte, die Wien tatsächlich zu einer Skyline verholfen haben, und die Seestadt Aspern. Archivmaterial macht deutlich, wie wirkungsvoll der Wandel in den neuen Stadtteilen innerhalb nur eines Jahrzehnts war.
Große Themen dieser Ausgabe sind Heimatstolz und Grenzrivalitäten zwischen den Bezirken bzw. ihren Bewohnerinnen und Bewohnern.

Liedermacher Ernst Molden stellt dazu fest: Je ähnlicher die Milieus, desto größer die Rivalität. So muss sich Schauspielerin Michou Friesz auch noch nach vielen Jahren als „Verräterin“ bezeichnen lassen, weil sie vom bürgerlichen Döbling ins nicht minder bürgerliche Hietzing gezogen ist. Publikumsliebling Otto Schenk ist Innenstädter von Kindesbeinen an. Immer schon undenkbar war es für ihn, an den Stadtrand oder gar ins Grüne zu ziehen. Wienerlied-Musiker Roland Neuwirth lebte in jenem Teil von Hernals, wo die Milieus aufeinandertreffen – er genoss von seinem „hässlichen Gemeindebau“ aus den Blick auf prachtvolle Gründerzeitvillen.
Zum Ausklang wechselt Chico Klein von den dichtbebauten Gebieten zu Oasen der Ruhe: in die Ausläufer der Praterauen und in die Lobau. Landstriche, die einen nicht an Großstadt denken lassen, sondern eher an Naturparadiese.

„Mein bestes Wien“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

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