Alexander Schallenberg: „Österreich leistet humanitäre Hilfe für die Menschen in den syrischen Flüchtlingslagern.“

Ministerrat beschließt 2,5 Mio. Euro für humanitäre Hilfe in Mali und Syrien aus dem Auslandskatastrophenfonds.

Wien (OTS) - Im Ministerrat vom 31. Juli 2019 beschloss die Bundesregierung die Auszahlung humanitärer Mittel in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro. „Österreich setzt sein humanitäres Engagement konsequent fort. Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die Weltgesundheitsorganisation sind dabei wichtige Partner“, so Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein.

„Mit jeweils einer halben Million Euro leisten wir dringend benötigte Hilfe und unterstützen die wichtige Arbeit des IKRK und der WHO in den Flüchtlingslagern im Nordosten Syriens. Damit können die Hilfsleistungen in Lagern wie al-Hol weiter verstärkt werden“, so Außenminister Alexander Schallenberg. Unter anderem werden Nahrungsmittel, Zelte, saubere Wasser, mobile Hilfseinheiten sowie Maßnahmen der Abfallbeseitigung in den überfüllten Lagern zur Verfügung gestellt.

Seit Dezember 2018 haben gewaltsame Auseinandersetzungen um die Befreiung der letzten vom IS kontrollierten Gebiete auch zu einer massiven Zunahme von Flüchtlingsströmen in die Lager in Nordost-Syrien geführt. Die Anzahl der Bewohner z.B. im al-Hol Flüchtlingslager ist auf etwa 74.000 Personen angestiegen, geschätzte 90 Prozent davon sind Frauen und Kinder. Aktuell sind gemäß Angaben der Vereinten Nationen nach acht Jahren Krieg in Syrien über 13 Millionen Menschen im Land auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen, davon 5,6 Millionen Kinder.

Weitere 1,5 Mio. Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds sind für das IKRK zur Linderung der humanitären Krise in Mali vorgesehen. Die Sicherheitslage in der Sahelregion, und insbesondere in Mali, ist weiterhin kritisch und wird durch die Auswirkungen des Klimawandels wesentlich verschärft. „In Zusammenarbeit mit der lokalen Rotkreuzgesellschaft sollen die Mittel genutzt werden um die betroffene Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und anderen Versorgungsgütern zu unterstützen sowie den Zugang zu sauberem Trinkwasser sicherzustellen,“ so der Außenminister.

Die Zahl der durch Konflikte und Gewalt Vertriebenen ist in Zentral-und Nordmali dramatisch angestiegen, seit Beginn des Jahres gibt es laut Bericht des Humanitären Büros der Europäischen Kommission (ECHO) 133.000 neue Binnenvertriebene. Gemäß ECHO sind rund 3,2 Millionen Menschen in Mali von Nahrungsmittelunsicherheit und interkommunalen Konflikten betroffen.

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