„WELTjournal“ am 31. Juli: „Spanien – Die Geisterdörfer“

Im „WELTjournal +“: „Inselfieber – Spaniens Tourismus-Wahnsinn“

Wien (OTS) - Spanien – während Millionen Urlaubsgäste jährlich auf den Partyinseln Mallorca und Ibiza für immer weniger Wohnraum und teurere Mieten für Einheimische sorgen, gibt es im Landesinneren Tausende Geisterdörfer, verlassene Ortschaften, die teilweise als Ganzes zum Verkauf stehen. Cornelia Vospernik präsentiert am Mittwoch, dem 31. Juli 2019, um 22.30 Uhr „WELTjournal“ „Spanien – Die Geisterdörfer“. Um 23.05 Uhr folgt im „WELTjournal +“ „Inselfieber – Spaniens Tourismus-Wahnsinn“.

„WELTjournal“: „Spanien – Die Geisterdörfer“ (22.30 Uhr)

3.500 sogenannte Geisterdörfer gibt es in Spanien: verlassene Ortschaften, die langsam verfallen. Viele dieser Dörfer stehen als Ganzes zum Verkauf. Eine darauf spezialisierte Immobilienagentur hat im Vorjahr 40 Dörfer verkauft, zumeist an Interessentinnen und Interessenten aus dem Ausland.
„WELTjournal“-Reporterin Julieta Rudich hat sich die Geisterdörfer angesehen. In einem verlassenen Dorf in Zentralspanien hat sie ein älteres Ehepaar vorgefunden, das als letztes die Stellung hält und einmal pro Woche per fahrendem Laden mit Lebensmitteln versorgt wird. In einem anderen Dorf trifft sie auf eine Handvoll junger Leute, die aus Madrid hierhergezogen sind, um das Dorf wiederaufzubauen und in Selbstverwaltung zu leben. Andere Dörfer sind gänzlich verlassen. Die Regierung versucht gegenzusteuern, um die dramatische Landflucht abzuwenden – bis jetzt ohne Erfolg.

„WELTjournal +“: „Inselfieber – Spaniens Tourismus-Wahnsinn“ (23.05 Uhr)

Mehr als 10 Millionen Touristinnen und Touristen besuchen jedes Jahr Mallorca, dazu kommen Kreuzfahrt-Reisende auf Stippvisite. Die Schiffe, mit denen sie kommen, verpesten mit ihren Abgasen die Luft, Menschenmassen überschwemmen die Städte. Tausende Wohnungen werden an Touristinnen und Touristen vermietet und den Einheimischen steht immer weniger Wohnraum zur Verfügung. In den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten um 40 Prozent gestiegen. Für die Inselbewohnerinnen und -bewohner wird das Leben auf Mallorca immer teurer. Arbeit finden sie nur zum Billiglohn in den vielen Hotels und Restaurants. Die Verzweiflung wächst. Und die Wut.

Das gleiche Bild auf der Party-Insel Ibiza. Auch Ibiza ist mit Hotels, Bars und Clubs zugepflastert. Der Lärm der partyhungrigen Gäste macht auch vor den Wohngebieten nicht halt. Die Einheimischen protestieren.

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