Erste Hilfe bei Bienen- oder Wespenstich

Wenn Bienen- und Wespenstiche allergische Reaktionen auslösen, ist rasche Hilfe gefragt.

In diesem Fall lagert man die Person am besten mit erhöhtem Oberkörper und ruft die Rettung. Bis dahin kühlt man den Hals mit kalten Tüchern von außen und verabreicht kalte Getränke oder Eiswürfel
Johanniter-Notfallmedizinerin Dr. Gabriele Lerche zu Insektenstichen im Mund- oder Rachenraum

Wien (OTS) - In der Sommerzeit sind auch Bienen und Wespen nicht weit. Grundsätzlich gilt – kein Grund zur Panik. Denn in den meisten Fällen sind Insektenstiche harmlos, wenn auch manchmal lästig oder schmerzhaft. Oft treten Rötungen oder leichte Schwellungen auf.

Gefährlich ist allerdings ein Stich im Mund- oder Rachenraum, da durch die entstehende Schwellung schwere Atemproblemen ausgelöst werden können. „In diesem Fall lagert man die Person am besten mit erhöhtem Oberkörper und ruft die Rettung. Bis dahin kühlt man den Hals mit kalten Tüchern von außen und verabreicht kalte Getränke oder Eiswürfel“, empfiehlt die Johanniter-Notfallmedizinerin Dr. Gabriele Lerche.

Symptome bei einem Bienen oder Wespenstich

Ein Bienen- oder Wespenstich kann zudem eine schwere lebensbedrohliche allergische Reaktion verursachen. Diese tritt meist nach sehr kurzer Zeit auf und verläuft von Person zu Person unterschiedlich. Die schwerste Form ist der anaphylaktische Schock, der ohne rechtzeitige Therapie bis zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann.

Die folgenden Symptome sind typisch und können einzeln oder in verschiedenen Kombinationen auftreten: Rötung der Haut mit juckendem Ausschlag und Quaddelbildung, Atemnot und Bauchkrämpfe bis hin zu Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit.

Wie können Laien helfen?

Oft haben Allergiker einen Autoinjektor mit Adrenalin für den Notfall bei sich. Sprechen Sie Betroffene gezielt darauf an. Bei Atemnot, Bewusstseinseintrübung oder gar Bewusstlosigkeit alarmieren Sie umgehend die Rettung. Eine bewusstlose Person lagert man bis zum Eintreffen in der stabilen Seitenlage.

Wie hilft der Arzt?

Notärzte und Notfallsanitäter können sofort Adrenalin und Flüssigkeit in Form einer Infusion mit Elektrolytlösung verabreichen. Im anaphylaktischen Schock oder bei Atemnot wird Sauerstoff gegeben.

Hilfreiche Tipps im Umgang mit Bienen und Wespen:

  • Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden
  • Essen und Getränke im Freien abdecken oder in verschließbare Becher füllen
  • Strohalme verwenden
  • Kindern nach dem Essen Gesicht und Hände abwischen

Infos zu Erste-Hilfe-Kursen unter:
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