WWF Österreich: Treibhausgas-Schätzung ist kein Grund zum Jubeln

Umweltschutzorganisation fordert echte Trendwende mit ökologischer Steuerreform, Energiespar-Offensive und Mobilitätswende

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichte Treibhausgas-Schätzung für 2018 ist aus Sicht des WWF Österreich absolut kein Grund zum Jubeln, sondern sollte ein Weckruf für längst überfällige Maßnahmen sein. Denn der vom Umweltministerium einseitig bejubelte Rückgang liegt nicht an strukturell wirksamen Maßnahmen, sondern beruht vor allem auf der sehr milden Witterung mit weniger Heizgradtagen sowie einigen Sonderfaktoren wie der Wartung eines Voest-Hochofens. Im Verkehr sind die Emissionen von einem hohen Niveau sogar noch weiter gestiegen. "Österreichs Klimapolitik ist Weltmeister im Schönreden bescheidener Fortschritte. Tatsächlich werden effektive Klimaschutz-Maßnahmen ständig blockiert oder auf die lange Bank geschoben. Für eine echte Trendwende bräuchte es eine echte ökologische Steuerreform und eine gewaltige Energiespar-Offensive. Umwelt- und klimaschädliche Subventionen müssen abgebaut und ökologisch vernünftig investiert werden", fordert WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. Insbesondere im Verkehr werden konsequent falsche Anreize gesetzt, eine Mobilitätswende ist nicht in Sicht.

Das Umweltbundesamt verdeutlicht den enormen Handlungsbedarf selbst im Fazit seiner Nahzeitprognose: "Die Einhaltung der sektoralen Höchstmengen bis 2020 ist aus heutiger Sicht im Verkehr nicht realistisch, unsicher ist sie in den Sektoren Landwirtschaft sowie der Abfallwirtschaft. Für eine sektorale Zieleinhaltung bis 2020 ist jedenfalls eine konsequente Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen notwendig."

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