Grüne/Gewessler zur Treibhausgasbilanz: Ein milder Winter ersetzt keine Klimapolitik

Erreichen der Klimaziele braucht engagierte Klima- und Verkehrspolitik statt Schönrederei

Wien (OTS) - "Die zuletzt präsentierten vorläufigen Zahlen für die Treibhausgasemissionen 2018 sind ein deutlicher Beleg für den bemitleidenswerten Zustand der österreichischen Klimapolitik. Österreich bleibt im klimapolitischen Schmuddeleck, darüber können auch vorläufige Treibhausgaszahlen, denen ein milder Winter zu Hilfe kommt, nicht hinwegtäuschen", sagt Leonore Gewessler, Listenzweite der Grünen bei der kommenden Nationalratswahl.

Das Umweltbundesamt legt mit den nun veröffentlichen Zahlen eine vorläufige Bilanz vor. Nach Jahren deutlicher Anstiege der Treibhausgas-Emissionen gingen die Emissionen 2018 zurück. Milde Witterung, die zu weniger Öl- und Gasverbrauch beim Heizen führten, geringere Stromproduktion aus Gaskraftwerken und ein Wartungsstillstand in einem Hochofen der VOEST, der zu einer Abnahme von 15% in der Rohstahlerzeugung führte, sind laut Bericht die ausschlaggebenen Gründe hinter der kurzfristigen Entwicklung. Aus dem Bericht sind keine strukturellen Veränderung der österreichischen Treibhausgasentwicklung abzulesen.

Besonders ins Gewicht fällt dabei der - witterungsunabhängige - Verkehrsbereich, in dem die Emissionen weiter steigen. "Dabei liegen die nötigen Maßahmen längst auf dem Tisch: Öffi-Offensive und radikale Tarifreform, das Ende der Steuerprivilegien von Kerosin und Diesel und ein Planungsstopp bei Fehlinvestitionen im Verkehrsbereich. Österreich braucht Infrastruktur auf Klimaschutzkurs statt Austobahnausbau und Dritte Piste" so Gewessler zum Klimasorgenkind Verkehr.

"Was nötig wäre, ist eine Trendwende, was wir präsentiert bekommen, ist Schönrederei von desaströsen Zahlen. Österreich verfehlt weiterhin die gesetzlichen Treibhausgas-Höchstmengen, die das nationale Klimaschutzgesetz vorgibt. Wir befinden uns auch nicht ansatzweise auf einem Zielpfad, der mit den Zielen des Klimaschutzabkommens von Paris in Einklang wäre." so Gewessler. "Vom Klimaschutz reden allein reicht eben nicht. Deutlicher können es die heute präsentierten Zahlen nicht zeigen" so Gewessler abschließend.

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