Oö. Volksblatt: "Herumeiern" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 26. Juli 2019

Linz (OTS) - „Es wird sehr geschätzt, dass wir in wichtigen Fragen nicht herumeiern“: So hatte vor wenigen Tagen LH Thomas Stelzer begründet, warum seiner Meinung nach die OÖVP und auch er selbst als Landeshauptmann in den aktuellen Umfragen sehr gut wegkommen.
Was herauskommt, wenn man herumeiert, sieht man gerade an der SPÖ. Auf Bundesebene kommt sie nicht vom Fleck, und auf Landesebene ist sie laut Kronenzeitung auf Platz vier abgerutscht. Wohl auch ein Grund dafür: Nach wie vor drückt sich die SPÖ-Spitze um klare Aussagen über das Verhältnis der Roten zur FPÖ herum — wie etwa Parteichefin Pamela Rendi-Wagner in der Zeit im Bild am Mittwochabend. Höhepunkt des Eiertanzes: Auf Bundesebene koaliere man nicht, weil es um „schwerwiegende politische Bereiche“ wie Sicherheits- oder Außenpolitik gehe, während es auf Landes- und Bezirksebene politisch um Kreisverkehre, Pflegeheime oder Schulen gehe. Mit anderen Worten: Beschlüsse für einen Kreisverkehr, den Bau eines Pflegeheimes, aber auch den Sturz einer Bundesregierung, kann man auch mit den Blauen fassen, „schwerwiegende Bereiche“ aber nicht. So wird also in der SPÖ-Zentrale über die Provinz gedacht — doch die eiert nicht lange herum und gibt die Antwort in den Umfragen.

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