IHS-Vorschlag für Digitalisierungs-Arbeitsstiftung: AK investiert bereits 150 Millionen

AK Direktor Klein: „Die künftige Bundesregierung und die Wirtschaft sollten nachziehen“

Wien (OTS) - IHS-Chef Martin Kocher hat vorgeschlagen, Arbeitsstiftungen und spezifische Programme einzurichten, um Menschen zu unterstützen, deren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet ist. „Die Arbeiterkammer sieht sich in ihrer Digitalisierungsoffensive durch die jüngsten Vorschläge des Instituts für Höhere Studien bestätigt“, sagt AK Direktor Christoph Klein. „Die neun Arbeiterkammern investieren insgesamt 150 Millionen Euro von 2019 bis 2023, um die ArbeitnehmerInnen bei der Digitalisierung zu unterstützen – in mehreren Bundesländern in Zusammenarbeit mit den Landesregierungen. Die künftige Bundesregierung und die Wirtschaft sollten hier nachziehen.“

Das AK Zukunftsprogramm 2019-2023 bringt mehr Leistung bei gleichen Beiträgen. Die Digitalisierungsoffensive im AK Zukunftsprogramm:

+ Qualifizierungsförderung: Die Digitalisierung wird etliche Arbeitsplätze verschwinden lassen und den Großteil verändern. Ein Schlüssel, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten vom digitalen Wandel profitieren, statt von ihm überrollt zu werden, ist ihre Bildung. Die AK unterstützt ihre Mitglieder daher im Zeitraum von 2019 bis 2023 mit großen Bildungsprogrammen, wie hier am Beispiel der AK Wien dargestellt:

+ Digi-Bonus: 240 Euro schnell und unbürokratisch für jedes AK Mitglied für Weiterbildung. Der Digi-Bonus ist eine Verdoppelung des AK Bildungsgutscheins. Dieser wird um weitere 120 Euro aufgestockt für Kurse aus dem Bereich Digitalisierung. Eine gesammelte Übersicht über das geförderte Kursangebot finden Sie auf der AK-Website unter der Rubrik „Digitalisierung“.

+ Digi-Winner: Teurere Ausbildungen, etwa in Softwareentwicklung, Grafikdesign oder Netzwerktechnik werden gemeinsam mit dem Land Wien mit bis zu 5.000 Euro pro Mitglied mit dem Digi-Winner gefördert.

+ Projekte Arbeit 4.0: Mit dem Digitalisierungsfonds unterstützt die AK Projekte und Initiativen zur Verbesserung der Arbeitswelt mit digitalen Instrumenten, damit technologische Errungenschaften zu qualitätsvoller Arbeit beitragen.

Im Rahmen der ersten Einreichungswelle wird etwa eine App gefördert, die Jugendlichen helfen soll, den Einstieg in die Arbeitswelt zu finden. Oder das Projekt „G’SCHEITER ARBEITEN 4.0“, in dem neue Richtlinien und Workflows zur Steigerung der Arbeits- und Lebensqualität bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduktion erarbeitet werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Eine weitere Förderungsrunde für den AK Digifonds startet noch im August.

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