„Thema“: Der böse Wolf? Die Rückkehr des grauen Jägers

Außerdem am 22. Juli um 21.00 Uhr in ORF 2: Viel geliebt und viel gescholten – der Wiener Gemeindebau ist 100; Renaissance der Sommerfrische

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 22. Juli 2019, um 21.00 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Der böse Wolf? Die Rückkehr des grauen Jägers

„Die toten und schwer verletzten Tiere zu sehen, ist kaum zu ertragen“, sagt Rupert Prommegger, Bauer in Großarl in Salzburg. Er hat seine Schafe von der Alm ins Tal geholt, denn der Wolf geht um. Seit Anfang Juli wurden auf der Tofernalm 25 Schafe gerissen, weitere 20 Tiere werden vermisst. Jetzt wird der Abschuss des Wolfs gefordert. Doch Wölfe stehen unter strengem Schutz. Nach mehr als 100 Jahren ist der graue Jäger wieder nach Österreich zurückgekehrt und wird bleiben, darin sind sich Fachleute einig. Was macht das mit uns und unserer erlernten Angst vor „dem bösen Wolf“? Oliver Rubenthaler und Markus Stachl haben sich auf Isegrims Spuren begeben.

Matthias und Inge Steiner – eine außergewöhnliche Liebe

2008 feierte Gewichtheber Matthias Steiner seinen Olympiasieg – mit dem Foto seiner verstorbenen Frau in der Hand. Das berührende Bild ging um die Welt. Wenig später kam die Liebe zu ihm zurück. Der stärkste Mann der Welt wurde bei der Fernsehmoderatorin Inge Posmyk schwach. „Mir hat der Verlust damals gezeigt, dass das Leben wahnsinnig kurz ist“, erzählt Matthias Steiner, „mit Inge habe ich gleich beim ersten Rendezvous die wichtigsten Fragen des Zusammenlebens geklärt und dann ‚ja‘ gesagt“. In Obersulz im Weinviertel, dem Heimatort von Matthias Steiner, leben die beiden mit ihren zwei Söhnen und haben ein gemeinsames Unternehmen aufgebaut. Wie gehen sie mit dem Schicksalsschlag aus der Vergangenheit um? Wie schaffen sie sich genügend Freiraum, obwohl sie zusammenleben und arbeiten? Andrea Poschmaier hat Matthias und Inge Steiner besucht, mit ihnen selbstangebaute Erdäpfel geerntet und sie nach dem Rezept ihrer glücklichen Ehe gefragt.

Viel geliebt und viel gescholten – der Wiener Gemeindebau ist 100

Die meisten Menschen in Österreich kennen ihn nur aus Serien wie „Kaisermühlen Blues“. Doch jede vierte Wienerin, jeder vierte Wiener ist im Gemeindebau zu Hause. Das Konzept des leistbaren Wohnens ist weltweit einzigartig. Überall wird es bewundert, bloß in Wien wird gern genörgelt. „Die Leut‘ glauben, bei uns wohnen Mord und Totschlag Tür an Tür“, sagt Uwe Mauch, der im Gemeindebau geboren und großgeworden ist, „aber hier ergeben sich jeden Tag schöne Geschichten!“ Kim Cupal berichtet über die Ursprünge des Gemeindebaus und spricht mit Bewohnerinnen und Bewohnern über Tröpferlbäder, Lärm, fliegende Fladenbrote und den Wandel der Zeit.

Die Renaissance der Sommerfrische

Immer mehr sogenannte Tropennächte in den Städten lassen die Menschen vor der Klimakrise aufs Land und in höhere Lagen flüchten. Die Sommerfrische kehrt zurück. Alexandra Palla fährt seit ihrer Kindheit nach Sankt Gilgen am Wolfgangsee und hat ein Sommerfrische-Kochbuch geschrieben. Schon ihre Großmutter Karla hat die Sommerfrische der Familie im Salzkammergut begründet. Was in der Vergangenheit der Oberschicht und dem Kaiser vorbehalten war, ist heute für viele leistbar. Die Sommerfrischler/innen wandern, baden oder kombinieren Urlaub mit Arbeit. Katharina Krutisch über eine wiederbelebte Tradition.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005