respACT in Kärnten: EU-Kreislaufwirtschaftspaket verlangt Umdenken in Österreich

Österreich ist im internationalen Vergleich führend in der Abfallwirtschaft und im Recycling. Kreislaufwirtschaft jedoch ist weit mehr. Es geht um Ressourceneffizienz, Sicherung der industriellen und agrarischen Rohstoffbasis, Lebenszyklusbetrachtung von Produkten und Prozessen und letztlich auch Beschäftigung und Kollaboration. Um hier erfolgreich zu sein, müssen alle Stakeholder – von Politik über Wirtschaft und Gesellschaft – an einem Strang ziehen
Hon. Prof. Dr. Christoph Scharff, Vorstandsprecher der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und Vorsitzender der Circular Economy Coalition for Europe
Mit dem linearen System wird ökologisch und ökonomisch ein Riesenpotenzial verschenkt. Damit der Wandel zu einem zirkulären Wirtschaftssystem gelingt, braucht es unternehmerischen Weitblick, Mut und Innovationen. Die SDGs geben dafür die Richtung vor.“ 
Dr.in Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, respACT-Vizepräsidentin und -Landeskoordinatorin für Kärnten

Pörtschach (OTS) -

Führungskräfte unterstreichen Wichtigkeit des umweltpolitischen Instrumentariums

Die Europäische Kommission verabschiedete im Jahr 2015 ein EU-Kreislaufwirtschaftspaket, welches die Umsetzung einer zirkulären Ressourcennutzung auf EU-Ebene forciert. Statt eines linearen Wirtschaftssystems, das nach dem Durchlaufprinzip „Produzieren, Konsumieren und Wegwerfen“ funktioniert, wird ein Wirtschaftsmodell in Kreisläufen angestrebt. respACT – Österreichs führende Unternehmensplattform für nachhaltige Entwicklung organisierte einen Business Lunch in Kärnten, um Unternehmen zu zeigen, wie sie diese Transformation umsetzen können.

Österreichs Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket soll unter anderem den Ressourcenverbrauch reduzieren sowie das Recycling von Siedlungs- und Verpackungsabfällen steigern. Als vortragender Experte des Business Lunches wurde Hon. Prof. Dr. Christoph Scharff, Vorstandsprecher der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und Vorsitzender der Circular Economy Coalition for Europe herangezogen. Österreich ist im internationalen Vergleich führend in der Abfallwirtschaft und im Recycling. Kreislaufwirtschaft jedoch ist weit mehr. Es geht um Ressourceneffizienz, Sicherung der industriellen und agrarischen Rohstoffbasis, Lebenszyklusbetrachtung von Produkten und Prozessen und letztlich auch Beschäftigung und Kollaboration. Um hier erfolgreich zu sein, müssen alle Stakeholder – von Politik über Wirtschaft und Gesellschaft – an einem Strang ziehen, so Prof. Scharff in seinem Impulsvortrag. Das respACT-Mitgliedsunternehmen ARA zählt seit rund 25 Jahren zu den treibenden Kräften der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Als Sammel- und Verwertungssystem für Verpackungen 1993 gegründet, genießt die ARA durch ihr umfassendes Know-how und ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Abfallwirtschaft internationales Ansehen.

Die Schlüsselrolle der Unternehmen

respACT hebt die entscheidende Rolle privatwirtschaftlicher Unternehmen in dem Umsetzungsprozess einer zirkulären Wirtschaft in Österreich hervor. Damit wird auch ein wichtiger Schritt in Richtung Implementierung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs) gesetzt, die gleichzeitig globale Probleme adressieren und dabei Marktchancen und Innovationspotenziale aufzeigen. Insbesondere die Umsetzung des SDG 12 – „Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster“ erfordert ein Umdenken im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Dr.in Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, respACT-Vizepräsidentin und -Landeskoordinatorin für Kärnten, betont: „Mit dem linearen System wird ökologisch und ökonomisch ein Riesenpotenzial verschenkt. Damit der Wandel zu einem zirkulären Wirtschaftssystem gelingt, braucht es unternehmerischen Weitblick, Mut und Innovationen. Die SDGs geben dafür die Richtung vor.“

Der Business Lunch in Kärnten versammelte im exklusiven Kreis auf Führungsebene rund 25 BesucherInnen im Hotel Schloss Seefels.

Die respACT-Veranstaltung wurde von der BKS Bank, der IV Kärnten, der WK Kärnten, sowie vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

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respACT - austrian business council for sustainable development
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