Lindner/Payr: Niemals wegschauen bei Homophobie!

SoHo fordert politischen Schwerpunkt im Kampf gegen Homo- und Transphobie im Alltag

Wien (OTS/SK) - „Wer glaubt, dass Homophobie und Transphobie im Alltag schon längst der Vergangenheit angehören, wird leider immer öfter vom Gegenteil belehrt“, betont SPÖ-Nationalratsabgeordneter Mario Lindner, Vorsitzender der sozialdemokratischen LGBTIQ-Organisation SoHo. Er reagiert damit auf aktuelle Medienberichte rund um Beleidigungen gegen ein gleichgeschlechtliches Paar in Himberg im Bezirk Bruck an der Leitha. Für Lindner, der auch Gleichstellungssprecher der SPÖ im Nationalrat ist, steht fest: „Berichte führen uns Probleme vor Augen, die es leider in ganz Österreich auch im Jahr 2019 noch immer gibt. Beleidigungen, Beschimpfungen auf offener Straße und leider in manchen Fällen auch Gewalt gegen LGBTIQ-Personen sind auch heute noch ein Problem – am Land genauso wie in den Städten. Und davor darf unsere Gesellschaft nicht die Augen verschließen!“ Er verweist diesbezüglich auf Studien, die seit Jahren klarstellen, dass LGBTIQ-Personen weit überdurchschnittlich von Gewalt und Übergriffen betroffen sind. ****

Für die SoHo steht daher der Kampf gegen Homo- und Transphobie im Alltag im Zentrum. Hier habe Österreich noch viel zu tun: „Beispiele wie dieses stehen exemplarisch für Erfahrungen, die unzählige Menschen in Österreich leider immer noch machen. Daher fordern wir schon lange einen nationalen Aktionsplan gegen Diskriminierung und für echte Sichtbarkeit im Alltag. Das betrifft insbesondere Bereiche wie Bildung und Ausbildung, Jugendarbeit und Regenbogenfamilien, aber auch ganz konkrete Unterstützung für Gemeinden, Städte und Organisationen, die in ihrem Wirkungsbereich für Akzeptanz eintreten wollen“, so Lindner gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SoHo Niederösterreich Norbert Payr. In einem zweiten Schritt braucht es für Lindner und Payr aber auch politische Schritte. So verzichtet Österreich bis heute beispielsweise darauf, homo- und transphobe Straftaten in eigenen Statistiken auszuwerten, um eigene Maßnahmenpakete für diesen Bereich zu erarbeiten.

Payr, der selbst aus dem Bezirk Bruck an der Leitha stammt, betont: „Solange es Vorfälle wie diese gibt, von denen es nur ein minimaler Bruchteil in die Öffentlichkeit schafft, solange darf unsere Gesellschaft nicht die Augen verschließen. Trotz aller Fortschritte, die wir im Kampf gegen Diskriminierung erreicht haben, braucht es Politik und Zivilgesellschaft, die im Kampf gegen Ausgrenzung zusammenkommen und Seite an Seite für echte Akzeptanz eintreten. Genau dafür stehen wir!“ (Schluss) bj

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