SP-Hundsmüller zu Teiltauglichkeit: „ÖVP-Forderung geht völlig am Problem vorbei“

Zivildienst im Rettungsdienst bedarf volltauglicher junger Männer

St. Pölten (OTS) - Mit Unverständnis reagiert der Klubobmann der SPÖ NÖ und Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, LAbg. Reinhard Hundsmüller, auf den Vorstoß der ÖVP, die Tauglichkeitskriterien senken zu wollen, um den Mangel an jungen Männern beim Bundesheer und beim Zivildienst zu bekämpfen. „Die Forderung von ÖVP-Klubobmann Wöginger, der selbst ja Angehöriger eines Rettungsdienstes ist, geht vollkommen am Problem vorbei. Der Zivildienst im Rettungsdienst ist mit einem Anteil von rund 45 Prozent an Zivildienststellen die tragende Säule im österreichischen Gesundheits- und Rettungssystem – wenn man hier versuchen will, Tauglichkeitskriterien zu senken, um sich der demografischen Entwicklung der jungen männlichen Bevölkerung entgegenzustemmen, ist das eine grobe Pfuscherei! An den Qualitätsstandards im Zivildienst darf keinesfalls gerüttelt werden!“, mahnt Hundsmüller, der darauf pocht, keine Symptombehandlung sondern Ursachenbekämpfung zu betreiben: „Die demografische Entwicklung in Österreich ist ein Faktum, dem man nicht mit herabgesetzten Kriterien entgegentreten kann. Vielmehr sind hier Bund und Länder in Zusammenarbeit gefordert, um ein ausreichend finanziertes Rettungswesen zu gewährleisten.“

Hundsmüller stellt klar, dass der Rückgang an Zivildienern der letzten Jahre für den Rettungsdienst in Österreich ein massives Problem darstellt. Weniger Zivildiener bedeuten unweigerlich Leistungseinschränkungen – mit mehr Geld für den Ersatz durch Hauptamtliche könne man dieser Problematik entgegenwirken: „In weiten Teilen Österreichs fehlt es im Rettungsdienst an Personal und wir laufen Gefahr, dass wir das bis dato gute System gegen die Wand fahren. Für den Zivildienst benötigt es jedenfalls junge Männer, welche über eine volle körperliche und geistige Tauglichkeit verfügen, da sie unmittelbar am Menschen arbeiten und eine staatlich anerkannte Prüfung zum Rettungssanitäter ablegen müssen. Hierfür trägt eine Herabsetzung der Tauglichkeitskriterien überhaupt nichts zur Problemlösung bei. Faktum ist, dass die Gesundheit der ÖsterreicherInnen nicht am Altar der Parteipolitik, so wie von ÖVP-Klubobmann Wöginger gefordert, geopfert werden darf.“

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