Kostelka: Vorausgesagtes ÖGK-Debakel nimmt Gestalt an

Pensionistenverband fordert Rückabwicklung der Krankenkassen-Zerschlagung

Wien (OTS) - „Schon bei Bekanntwerden der ersten Details der von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und seinem Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache durchgepeitschten Zerschlagung des bewährten Gebietskrankenkassen-Systems haben wir gewarnt, dass die als großartige Reform angekündigte Fusionierung zur ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) nicht wie versprochen funktionieren wird“, sagt Pensionistenverbands-Präsident Dr. Peter Kostelka in einer Stellungnahme nach Bekanntwerden der voraussichtlichen Fusionskosten von 400 Millionen Euro.

„Erhebliche Mehrkosten für weniger Leistung“ drohen laut Kostelka den Versicherten: Denn nicht nur die 400 Millionen an Fusionskosten wurden publik – auch die Personalabbau-Pläne der ÖGK sind bekannt geworden. 1.500 Dienstposten will ÖGK-Direktor Wurzer – „ein Vertrauensmann der ÖVP“ (Zitat OÖ-Nachrichten) - streichen. „Das ist eine Maßnahme, die nur eine logische Konsequenz haben kann“, warnt der PVÖ-Präsident, „weniger Leistung für die Versicherten.“

„Die versprochene Patientenmilliarde hat sich damit jetzt schon in Luft aufgelöst“, sagt der PVÖ-Präsident und gibt der Befürchtung Ausdruck, dass sich die Bedeutung dieser „Kurz-Luftblase“ umkehren könnte. Kostelka: „Jeder weiß aus Fusionsprozessen in der Vergangenheit, dass die tatsächlich entstandenen Kosten am Ende die prognostizierten Kosten bei weitem übersteigen. Bei der ÖGK ist zu befürchten, dass sie die Patienten – statt einer Milliarde für mehr und bessere Leistungen zur Verfügung zu stellen - eine Milliarde zusätzlich kosten wird. Und das bei schlechterer Leistung. Bevor es so weit kommt, muss von der nächsten Regierung eine dringende ,Notoperation‘ durchgeführt werden: Die Rückabwicklung dieser Fusion und Wiedererrichtung des bewährten Sozialversicherungssystems.“(Schluss)

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