AK: Lkw-Maut zurück auf den Prüfstand

20 Millionen Euro Mautabschlag gehen vor allem an ausländische Frachtunter-nehmen / Geld wird dringend für den Klimaschutz gebraucht

Wien (OTS) - „Die neue Lkw-Mautverordnung muss zurück auf den Prüfstand“, fordert die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. Auch in der neuen Lkw-Mautverordnung bleibt die bestehende Begünstigung, vor allem ausländischer Frächter und des Lkw-Transits, bestehen. Denn über zwei Drittel des Lkw-Güterverkehrs, der durch Österreich rollt, wird von Firmen aus dem Ausland betrieben. „Das ist eine indirekte Förderung ausländischer Unternehmen mit österreichischen Steuergeldern und eine Förderung des zur Recht umstrittenen Lkw-Transitverkehrs“, sagt Leodolter. Die Einnahmen aus der Maut könnten indirekt zur Finanzierung von sozialverträglichen Maßnahmen im Klimaschutz verwendet wer-den. Der Lkw-Maut-Abschlag verschlechtert die Wettbewerbssituation für die Schiene. „Wirklicher Klimaschutz heißt mehr Gütertransport auf die Schiene verlagern. Damit hätten wir auch weniger Probleme mit Transit-Lkw, etwa am Brenner“, so Leo-dolter.

Denn auch Lkw mit den umweltfreundlichsten Abgaswerten der Euro 6 Norm verursachten jede Menge Luftverschmutzung, vor allem durch Feinstaub, etwa durch Bremsabrieb und Staubaufwirbelung. Über 70 Prozent der Luftbelastung beim Lkw kommt nicht aus dem Auspuff. „Das macht neben Stau und Lärm einen großen Anteil der Belastung für die transitgeplagten Menschen aus, die in Autobahnnähe leben“, sagt Leodolter.

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