AK zur Juni-Inflation: Mietkostenspirale dreht sich weiter nach oben – Wohnen muss leistbar sein!

Wien (OTS) - Die Mietkostenspirale dreht sich hurtig weiter. „Die hohen Mieten brennen vielen Menschen unter den Nägeln“, sagt Thomas Ritt, Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik. „Wohnen muss leistbar sein! Her mit einer Mietrechtsreform für private Mietwohnungen mit klaren Obergrenzen. Zudem braucht es mehr neue geförderte Wohnungen!“

Die Mieten (plus 3,3 Prozent) stiegen doppelt so stark wie Gesamtinflation (plus 1,6 Prozent).

Die AK verlangt konkret:

Neues Mietrecht für private Wohnungen: Ein neues Mietrecht für private Wohnungen mit wirksamen Mietzinsobergrenzen, klar definierten und begrenzten Zu- und Abschlägen. Überdies müssen die befristeten Mietverträge abgeschafft werden, außer bei Eigenbedarf für VermieterInnen. Und: Grundsteuer und Versicherung müssen aus den Betriebs-kosten gestrichen werden – das ist Sache des Vermieters.

Weg mit Maklerprovision für MieterInnen: Nur der Erstauftraggeber soll provisions-pflichtig sein – eine entsprechende Regelung muss im Maklergesetz verankert werden. Erstauftraggeber ist im Regelfall der Vermieter, der seine Wohnung vermieten möchte. Das gilt in Deutschland – dort Bestellerprinzip genannt – schon seit Juni 2015.

Wirksame Sanktionen bei Mietwucher. VermieterInnen sollen etwa bei gesetzwidrig vereinbarten Mietzinsen das Doppelte des unrechtlich kassierten Betrages zurückzahlen.

Mehr geförderter Wohnbau: Mit der Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ setzte Wien einen Schritt in die richtige Richtung. Zusätzlich müssen Grundstücksreserven, die Bund und Länder besitzen, vorrangig für den geförderten Wohnbau gesichert und verwendet werden.

Es müssen auch private Projektentwickler – durch eine Sozialwohnungsverpflichtung – mehr in die Verantwortung genommen werden.

SERVICE: Die AK Wohnrechtsberatung unter 01 501 65 1345 von Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr, Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr oder wohnen@akwien.at.

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