Kulturhauptstadt 2024: Altoonapark wird zum „KinderKunstLabor"

Wie die Bezirksblätter exklusiv erfahren haben, soll das "Haus der Vermittlung von Kunst und kulturellen Kompetenzen für Kinder" seinen Platz in St. Pölten gefunden haben

Wien / St. Pölten (OTS) - Das bestgehütetste Geheimnis rund um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024 scheint nun gelüftet. Wie die Bezirksblätter exklusiv erfahren haben, soll es einen Favoriten im Rennen um den Standort für das geplante Prestigeprojekt "KinderKunstLabor" (KiKuLa) geben. Im Zuge einer Studie hat sich der Altoonapark (zwischen Theodor-Körner-Schule und Schulring) als bestmöglicher Standort für das "Haus der Vermittlung von Kunst und kulturellen Kompetenzen für Kinder" herauskristallisiert.

Dafür wurden – unter der Projektleitung der Stadtplanung des Magistrats St. Pölten und in enger Abstimmung zwischen Stadt und Land – rund 25 Standorte hinsichtlich ihrer „Tauglichkeit“ überprüft. Bewertungskriterien waren Erreichbarkeit, die zur Verfügung stehende Fläche, Grunderwerbskosten, Baurecht, flexible Bebaubarkeit, Anrainersituation, Parkflächen, die Nähe zu kulturellen Einrichtungen, innerstädtische Grünfläche und die Möglichkeit für einen Outdoor-Bereich.

Standortwahl

„Auf Basis dieser Bewertung hat sich die Nutzung und damit verbundene Aufwertung des Altoona-Parks am Schulring als bestgeeigneter Bauplatz herausgestellt. Der Park wird aufgrund der angrenzenden Straßen trotz der Nähe zu den Schulen sehr wenig frequentiert. Das 'KinderKunstLabor' könnte hier baulich eine räumliche und auch akustische Abgrenzung zum Schulring bieten und sich in Richtung Schulen mit einer anspruchsvoll gestalteten Parkfläche und Möblierung öffnen. Weitere Kulturinstitutionen, wie das Museum NÖ oder die ehemalige Synagoge, erlauben einen inhaltlichen Austausch sowie ein vielschichtiges Kulturangebot in unmittelbarer Nähe. Für die genaue Analyse des Standortes wurde nun eine Machbarkeitsstudie beauftragt, mit deren Ergebnissen nach dem Sommer zu rechnen ist“, erklärt Stadtplaner Jens de Buck.

Etwa zwölf Millionen Euro soll sich die Stadt, laut einem Insider, den Bau des Leuchtturmprojektes der Kulturhauptstadt 2024 kosten lassen. Besonderes Augenmerk werde dabei auf die Außenflächen gelegt. Damit das ganze Projekt auch optisch ein „Leuchtturm“ wird, sorgt ein Architektenwettbewerb.

Symbolkraft

„Das KinderKunstLabor soll höchste architektonische Ansprüche erfüllen und ein bauliches Symbol für das gemeinsame Vorgehen von Stadt und Land werden. Wir freuen uns, dass bereits im Bewerbungsprozess erste konkrete Maßnahmen angegangen werden, die unabhängig von der Erlangung des Titels Kulturhauptstadt Europas 2024 in St. Pölten umgesetzt werden“, betonen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler unisono gegenüber den Bezirksblättern.

„Wir arbeiten mit Hochdruck an einer innovativen und nachhaltigen Bewerbung mit dem gemeinsamen Ziel, damit die EU-Experten von einer Kulturhauptstadt zu überzeugen“, ziehen die Beiden an einem Strang.

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