Lernen für die Zukunft: Raus auf den Bauernhof

Internationaler Kongress Green Care von 8. bis 10. Juli 2019 an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien

Wien (OTS) - Green Care nutzt die positive und unterstützende Wirkung von Natur, Tieren und Pflanzen, um Menschen zu helfen und sie zu fördern. Der internationale Kongress Green Care von 8. bis 10. Juli 2019 an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien bot ein reichhaltiges Programm für alle Interessierten, die im Umfeld von Green Care tätig sind.

„Ein Bauernhof ist nicht nur ein Lernort, es ist auch der richtige Ort für ein gutes Leben“, so Ulrich Gebhard, Erziehungswissenschaftler der Universität Hamburg und Keynote Speaker.

Der Green Care Kongress fand gemeinsam mit der 4. Tagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof statt. Zahlreiche Vortragende präsentierten wissenschaftliche Erkenntnisse und gaben einen Überblick über unterschiedliche Herangehensweisen in anderen europäischen Ländern und der USA. Zudem wurden praxisorientierte Workshops zu vielen „Schule am Bauernhof“-Programmen angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, sich am reichhaltigen „Markt der Möglichkeiten“ mit interessanten Informationen und Materialien zu versorgen, Kontakte zu knüpfen und Ideen austauschen. Beim abschließenden Exkursionstag hieß es dann für die Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmer „Raus auf den Bauernhof“, um praktische Erfahrungen vor Ort zu sammeln.

„Durch handlungsorientiertes Lernen auf Bauernhöfen erwerben junge Menschen alltagstaugliche Kompetenzen, die in vielen Lebensbereichen von Bedeutung sind“, erklärte Malte Bickel, Projektleiter der Koordinationsstelle „Transparenz schaffen“ aus Barendorf (D).

Mehr als 25 Workshops und Vorträge vermittelten neueste Erkenntnisse rund um Green Care, die Vortragenden kamen aus Deutschland, Holland, Norwegen und den USA. So diskutierte der deutsche Erziehungswissenschaftler Ulrich Gebhard als Keynote Speaker die Bedeutung und Möglichkeiten von Naturerfahrungen für Kinder und Jugendliche am Lernort Bauernhof. Gebhard erforscht die psychische Seite der ökologischen Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern. Michael Kaufmann aus Nordamerika stellte das Projekt "Green Chimneys" in den USA vor, bei dem Kinder und Jugendliche gemeinsam auf einem Bauernhof leben und lernen.

"Der Bauernhof ist ein idealer Lernort für Kinder und Jugendliche, um Landwirtschaft mit allen Sinnen zu erfahren. Kinder und Jugendliche erleben die Vielfalt der Lebensmittelerzeugung vor Ort. Sie lernen das Zusammenspiel von Menschen, Natur und Kultur im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie. Dabei werden sie motiviert, sich ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit zu stellen und eigene Gestaltungskompetenz zu entwickeln“, betonte Rektor Thomas Haase.

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