Arbeitnehmer musste länger als ein Jahr auf sein Geld warten - AK verhalf ihm schließlich zu 20.000 Euro

Linz (OTS) - Ein Mann arbeitete als Servicetechniker bei einem Unternehmen in Linz. Nach fast einem Jahr bekam der Arbeitnehmer plötzlich keine Zahlungen mehr – die Firma steckte offenbar in Turbulenzen. Erst mit Hilfe der Arbeiterkammer erhielt der Arbeitnehmer viele Monate später sein Geld. Insgesamt 20.000 Euro. Letzten Endes musste der Insolvenzentgeltfonds „einspringen“.

Vier Monate ohne Gehalt. Und bei jedem Nachfragen wurde er wieder vertröstet. Schließlich reichte es dem Arbeitnehmer. Er kündigte sein Dienstverhältnis und ging zur Arbeiterkammer. Während des Beratungsgesprächs stellte sich heraus, dass ihm nicht nur das Gehalt, die Diäten und die Sonderzahlungen vorenthalten worden waren, sondern auch Geld für viele Überstunden. Es gab zwar eine monatliche Überstundenpauschale – diese wurde aber regelmäßig überschritten. Der Mann hat während seiner gesamten Beschäftigungszeit im Unternehmen mehr Überstunden pro Monat geleistet als vereinbart. Insgesamt war ihm der Chef das Geld für mehr als 90 offene Überstunden schuldig.

Die AK listete alle offenen Ansprüche auf und legte sie dem Unternehmer per Interventionsschreiben vor. Es gab keinerlei Reaktion. So kam es zu einem gerichtlichen Zahlungsbefehl. Weil auch dieser ignoriert wurde, bewilligte das Gericht die Exekution. Das Geld konnte aber nicht eingetrieben werden, weil der Arbeitgeber Insolvenz anmeldete. So bekam der Arbeitnehmer seine offenen Ansprüche – insgesamt 20.000 Euro – über den Insolvenzentgeltfonds. Letzten Endes musste er länger als ein Jahr auf sein Geld warten. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig unsere kostenlose Rechtsberatung ist. Die Menschen wären sonst mit ihren Problemen alleine.“


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