Bundesrat – Schumann: Karenzzeitanrechnung ist wichtiger Schritt

Großer Erfolg für Frauen gelungen, aber noch viel zu tun!

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Fraktionsvorsitzende im Bundesrat, Korinna Schumann, zeigt sich hocherfreut über die gelungene Regelung zur Karenzzeitanrechnung. Zugleich bringt die SPÖ einen Entschließungsantrag in den Bundesrat, in dem sie weitere Maßnahmen zur Besserstellung der ArbeitnehmerInnen einfordert.

„Heute ist ein guter Tag für die Frauen, weil wir mit der Karenzzeitanrechnung einen wirklich großen und lang erwarteten Schritt machen – eine langjährige Forderung der SPÖ und der Gewerkschaftsfrauen“, so SPÖ-Bundesrätin Korinna Schumann. Der Beschluss erkenne die Lebensrealitäten junger Eltern insbesondere von Frauen nach der Geburt ihrer Kinder häufig konfrontiert sind, an. „Wir stellen alle Frauen besser, weil wir ihnen den Anspruch auf die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche sichern, Effekte bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellen und die Kündigungsfristen und Vorrückungsstichtage zum Positiven verändern. Außerdem leistet dieses Gesetz wirklich wichtiges: es hilft dabei, die Lohnschere zwischen Frauen und Männern – die fast 20 Prozent beträgt – zu schließen“, so Schumann. Sie verweist außerdem darauf, dass durch dieses Gesetz auch jene Menschen besser stelle, die nicht kollektivvertraglich abgesichert sind. ****

Zugleich weist sie aber auch auf die aktuellen Arbeitszeitverstöße in Vorarlberg hin, bei der Tourismusbetriebe massiv gegen die Arbeitszeitgesetze verstoßen hatten und MitarbeiterInnen bis zu 90 Stunden in der Woche arbeiten mussten. „Wir haben als SozialdemokratInnen bei der Diskussion rund um die 60 Stunden-Woche und den 12 Stunden-Tag zurecht darauf hingewiesen, dass die ArbeitnehmerInnen durch Schwarz-Blau massiv schlechter gestellt und ihre Rechte massiv beschränkt werden. Hier sehen wir, welche Blüten das im realen Leben treibt“, hob Schumann in ihrer Rede hervor.

„Wir wissen, es braucht eine Umverteilung der Arbeitszeit, damit nicht die einen krank werden, weil sie so viel arbeiten, während andere keine Arbeit finden“, so Schumann und weiter: „Wir fordern mit unserem Entschließungsantrag einen Rechtsanspruch auf die 4-Tage-Woche, das Recht auf Planbarkeit im Beruf und eine rechtsverbindliche Lösung für die sechste Urlaubswoche“. (Schluss) up/mk/mp

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