Sozialversicherung – Muchitsch: Noch mehr Beratermillionen statt Patientenmilliarde

Wien (OTS/SK) - „Versprochen wurde von Kurz und Strache eine Patientenmilliarde. Wie heute erneut bekannt wurde, erweist sich die Kassenfusion nur als super Geschäft für türkis-blaue Beraterfreunde, denen die Gelder in den Rachen geworfen werden. Die Patientinnen und Patienten haben außer dem Verschleudern ihrer Gelder gar nichts davon“, ist SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch entsetzt über die heute in der „Wiener Zeitung“ veröffentlichten weiteren 2,3 Millionen für Beratungskosten für die neue Österreichische Gesundheitskasse. Bekannt sind bis jetzt 10,5 Beratermillionen für die Fusion von SVA und SVB und weitere 500.000 für „Changemanagement‘ plus neues Logo, weiters wurden 48 neue Posten installiert, die rund 7,2 Millionen Euro kosten. Seit heute wissen wir auch über 2,3 Beratermillionen für die Fusion der GGK’s. „Ich bin gespannt, was da noch alles auftaucht“, so Muchitsch. ****

„Was wir immer befürchtet und worauf wir auch hingewiesen haben, wird jetzt leider Realität“, so Muchitsch, der weiters kritisiert, dass Berater und Aufträge ohne jede Ausschreibung bestellt werden. Rechnungshof, Sozialversicherung, Budgetdienst Parlament und etliche Experten haben davor gewarnt, dass die Fusionskosten exorbitant hoch sein werden, was sich schon alleine aus den Kosten der Zusammenlegung der PVA gezeigt hat. Und diese sei im Vergleich zu den GKK`s eine „Minifusion“ gewesen. „ÖVP und FPÖ haben aber alle diese Warnungen in den Wind geschlagenen“, so Muchitsch.

„Türkis-Blau ging es nie um Verbesserungen der Leistungen der Versicherten, sondern immer nur um ‚raus mit den ArbeitnehmerInnen aus den Kassen‘ und darum, die Versichertengelder befreundeten türkis-blauen Beratungsunternehmen zuzuschieben. Das sollten die Wählerinnen und Wähler wissen. Der SPÖ hingegen geht es um eine erstklassige Versorgung aller Versicherten, egal ob ArbeitnehmerInnen, BeamtInnen oder Bauern. Die Leistungen aus der Krankenversicherung müssen für alle gleich sein, jede und jeder muss Zugang zur besten Versorgung haben, ohne Leistungseinschränkungen oder Selbstbehalten“, so Muchitsch. (Schluss) up/sl

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