Dance of Urgency Expanded - Veranstaltungsprogramm

Wien (OTS) - Im Rahmen der Ausstellung „Dance of Urgency“, kuratiert von Bogomir Doringer, stehen am Freitag, den 19. und Samstag, den 20. Juli in Kooperation mit ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival Performances sowie in Kooperation mit frame[o]ut – Freiluftkino im MQ Filmabende auf dem Programm. Zudem sind am Freitag „Red Light Radio“ zu Gast in Wien und senden live aus dem MQ Haupthof. Am Samstag findet im Ausstellungsraum ein kostenloser DJ Workshop für Frauen von und mit Turntablista / Masha Dabelka statt.

Die Ausstellung „Dance of Urgency“, die noch bis 1. September bei freiem Eintritt zu sehen ist, versucht, eine Definition für „Dance of Urgency“ zu finden, die auf jenen Emotionen beruht, die aus persönlichen und kollektiven Krisen entstehen. Jeder Art von Tanz liegt eine Symbolik zu Grunde. Tanz kann eine Form von Socializing sein, eine Kunstform und/oder Ausdruck ritueller Praktiken. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der „Rave-o-lution“ im März 2018 vor dem georgischen Parlament in Tiflis, den anti-faschistischen Protesten in Berlin und antiken dionysischen Ritualen, und warum kommt der Soundtrack zu diesen Ereignissen von Drums von AfroamerikanerInnen? Inwieweit spiegelt die Tanzkultur in Clubs die aktuelle gesellschaftspolitische Situation und den Kampf von Einzelpersonen oder Gruppen wider? Die Ausstellung ist am 19. und 20. Juli bis 22 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Red Light Radio

Als Auftakt wird am Freitag, 19. Juli „Red Light Radio“ (RLR) live aus dem MQ Haupthof senden. Das Amsterdamer Online-Radio stellt ab 14 Uhr lokale und internationale DJs vor, wie u.a. Conny Frischauf, Welia, Heap & Bocksrucker (Neubau Showcase), Ali Europa & Armin Schmelz (Liederbetätigung Showcase), Misonica. Als Einführung wird Kurator Bogomir Doringer mit dem Gründer des RLR, Hugo van Heijningen über die Ausstellung und die politische Dimension von Tanz sprechen.

ImPulsTanz

Am Freitag, 19. Juli, tanzt Q21 Artist-in-Residence Frédéric Gies von 14.30 - 18.08 Uhr in seiner 3h38-minütigen Performance „Good girls go to heaven, bad girls go everywhere“ in der MQ Ovalhalle zu den Beats eines Technosets von Fiedel (Berghain/ Ostgut Ton) in einer Installation des bildenden Künstlers Anton Stoianov, die an das Archiv eines Dancefloors erinnert. Während Gies seinen Tanz entfaltet, wird die Aufführung mehr und mehr zu einer Einladung für individuelle und kollektive Bewegungen.

Am Samstag, 20. Juli ab 13 Uhr wird Frédéric Gies im intimeren Rahmen seines Künstlerstudios im Q21 / MuseumsQuartier insgesamt 3 One-on-One Tanzperformances „Unclouded Dances“ vorführen. Diese dauern jeweils 45 Minuten und basieren auf der von Gies entwickelten Bewegungspraxis „technosomatics“, die Technobeats mit der heilenden Wirkung von Tanz verbindet.

frame[o]ut

Im Rahmen von frame[o]ut – Freiluftkino im MQ präsentiert Bogomir Doringer Kunstfilmprogramme, die sich mit Musik und Tanz als Form von politischem Widerstand beschäftigen.

So werden am Freitag, den 19. Juli Q21 Artists-in-Residence MONIKER ihre interaktive Performance „Painted Earth“ im Haupthof des MuseumsQuartier zeigen, bei der das Publikum via einer Handy-App die Leinwand bespielt. Mit im Programm ist auch der Filmessay „The Politics of Ecstasy“ von Q21 Artists-in-Residence Chiara Baldini & Rafael Kozdron: Baldini und Kozdron verdeutlichen die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen dionysischen Kulten der Antike und elektronischen Musikevents. Q21 Artist-in-Residence Mark Flash und Cornelius Harris vom Detroiter Kollektiv Underground Resistance zeigen in ihrem Filmessay auf, wie eng verknüpft (ihre) Musik mit dem Widerstand der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA war und ist. Als Abschluss wird am Freitag der Musikfilm „Lucky People Center International“ gezeigt, der Eindrücke von verschiedensten Menschen und Kulturen weltweit vermittelt.

Am Samstag, den 20. Juli werden in Anwesenheit des Filmemachers Jan Beddegenoodts die Kurzdokus NAJA, AYED und als Weltpremiere SAMA präsentiert: Artist-in-Residence Naja Orashvili ist eine der treibenden Kräfte des Clubs BASSIANI und der White Noise Bewegung in Tiflis, Georgien. Ayed Fadel ist Mitglied der Jazar Crew und eine der zentralen Figuren der palästinischen Subkulturszene. Sama Abdulhadi ist eine palästinische Techno-Queen, die durch einen Auftritt auf Boiler Room berühmt wurde und damit ihr Land sichtbarer und selbstbewusster machte. Die AktivistInnen Naja Orashvili & Giorgi Kikonishvili zeigen in ihrem Experimentalfilm „Dance or Die“, wie Clubs in Georgien zu Wegbereitern einer völlig neuen Jugendkultur wurden. Abschließend wird die Dokumentation „Dance or Die“ von Roozbeh Kaboly vorgeführt, die den syrischen Balletttänzer und Choreografen Ahmad Joudeh porträtiert.

Direkt im Ausstellungsraum findet am Samstag, den 20. Juli ab 18 Uhr ein kostenloser DJ Workshop für Frauen von und mit Masha Dabelka statt, bei dem DJ-Grundlagen vermittelt werden. #empowerment, Anmeldung und weitere Infos: https://bit.ly/2FUEbh9

Dance of Urgency

Ausstellung: bis So 01.09., Di-So 13-16h, 16.30-20h
Ort: frei_raum Q21 exhibition space / MuseumsQuartier Wien
Dance of Urgency Expanded
Fr 19.07. & Sa 20.07., verlängerte Öffnungszeiten: bis 22h
Eintritt frei
www.q21.at
Trailer: https://youtu.be/TJZz8kbE5vk
#DANCEofURGENCY
#freiraumQ21

Direktor des MuseumsQuartier Wien: Dr. Christian Strasser

Rückfragen & Kontakt:

Presse MQ: Irene Preissler
Tel. [+43] (0)1 / 523 5881-1712
Email: ipreissler@mqw.at

Künstlerische Leitung frei_raum Q21 exhibition space: Elisabeth Hajek
Tel.: [+43] (0)1 / 523 5881-1717
Email: ehajek@mqw.at

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