Glocknerkönig wird einmal mehr zum Highlight der Österreich Rundfahrt

Zum 65. Mal führte die legendäre Königsetappe der Österreich Rundfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße - Am Fuscher Törl auf 2.428 Metern wurde der Glocknerkönig gekürt

Salzburg (OTS) - Zum 65. Mal führte die legendäre Königsetappe der Österreich Rundfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße. Am Fuscher Törl auf 2.428 Metern wurde der Glocknerkönig gekürt.

Sie ist jedes Jahr das unbestrittene Highlight für Fans und Fahrer: Jene Etappe, die das Fahrerfeld in einem schweißtreibenden Anstieg auf der Großglockner Hochalpenstraße bis zum Fuscher Törl führt. Die Herausforderung auf der 103,5km langen Königsetappe (4. Etappe der ÖRR) sind insbesondere die letzten 13 Kilometer mit ihren 1.300 Höhenmetern auf der weltberühmten Glocknerstraße. Seit der ersten Tour 1949 war der Großglockner mit wenigen Ausnahmen jedes Jahr Teil der Streckenführung. Für viele Radfans ist die Österreich Rundfahrt ohne Glockner-Etappe deshalb undenkbar.

Kein Wunder also, dass der Titel des Glocknerkönigs bei den Fahrern besonders begehrt ist. In den vergangen beiden Jahren konnte sich Pieter Weening (NL) gleich zweimal in Serie die Auszeichnung sichern. Als letzte Österreicher krönten sich Gregor Mühlberger 2014 und Felix Großschartner 2015 zu Glocknerkönigen. Auch in diesem Jahr machte die Strecke über Österreichs höchste Hochgebirgsstraße ihrem Ruf als Königsetappe alle Ehre.

Triple für Ben Hermans am Glockner: Etappensieg, Führung und Glocknerkönig!

Vorjahressieger Ben Hermans hat heute die Glockneretappe dominiert: Er holte sich den Glocknerkönig, den Etappensieg und schlüpfte damit auch ins „Flyeralarm“-Führungstrikot! Der 33-jährige Belgier siegte vor Ben O’Connor, der die Glockneretappe 2017 gewann. Bester Österreicher beim Fuscher Törl wurde Riccardo Zoidl als Sechster. Der CCC-Profi liegt auch in der Gesamtwertung an dieser Position und trägt morgen das Trikot des besten Österreichers.

Sie ist jedes Jahr das unbestrittene Highlight für Fans und Fahrer - die Glockneretappe. Vor allem kamen heute so viele Fans wie kaum zuvor auf die Großglockner Hochalpenstraße! Zum 65. Mal stand heute der Großglockner auf dem Etappenplan der Österreich Rundfahrt und zum 32. Mal wurde er von der Salzburger Seite aus befahren. Die 4. Etappe der 71. Österreich Rundfahrt führte über kurze, aber knackige 103,5 Kilometer mit insgesamt 3.293 Höhenmetern auf das Fuscher Törl. Nach dem Start in Radstadt, wo die Radprofis von vielen Zuschauern verabschiedet wurden, ging es über drei „Wiesbauer“-Sprintwertungen und die Kategorie 1 „Wiesbauer“-Bergwertung Dientner Sattel, ehe nach Fusch der 13 Kilometer lange Anstieg zum Dach der Tour auf 2.428 Metern Seehöhe erfolgte.

Bereits nach rund 20 Kilometern konnte sich eine erste Spitzengruppe mit Kenny Molly, Thibault Guernalec, Laurent Pichon, Alexis Guerin, Edoardo Zardini, Johannes Schinnagel und dem Bergpreisführenden Georg Zimmermann vom Tirol Team absetzen. Bis zur zweiten Sprintwertung in Gries wuchs ihr Vorsprung auf knapp über zwei Minuten, im Feld hatte CCC um den „Flyeralarm“-Gesamtführenden Jonas Koch alles unter Kontrolle.

Winner Anacona dreht auf!

Der Großglockner rückte näher und bei der Anfahrt zur Kassenstelle Ferleiten attackierte Zardini (Neri Sottoli Selle Italia KTM). Unterdessen begann im Hauptfeld auf der Großglockner Hochalpenstraße das Rennen ebenfalls so richtig. Bis zur Kassenstelle verkleinerte sich das Feld auf rund 25 Fahrer, mit dabei waren alle Top-Favoriten. Nur einen Kilometer später war es um die Spitzengruppe geschehen. Danach drehte ein Profi so richtig auf: Movistar-Profi Winner Anacona, 2014 bereits Etappensieger bei der Vuelta, setzte sich mit einer unwiderstehlichen Attacke von seinen Konkurrenten ab. Doch fünf Fahrer (Ben O’Connor, der russische Meister Aleksandr Vlasov, Ruben Fernandez, Vorjahressieger Ben Hermans und Riccardo Zoidl) schafften den Anschluss an Anacona, damit waren mit ihm und Fernandez zwei Movistar-Profis in der Spitze. Dahinter versuchte Zoidls Teamkollege Victor de la Parte den Anschluss zu schaffen. Es ging mit Attacken hin und her, jeder versuchte sein Heil in der Flucht.

Ben Hermans holt sich Glocknerkönig!

Rund fünf Kilometer vor dem Ziel setzten sich Winner Anacona, Ben O’Connor und Ben Hermans erneut ab, dahinter fuhren Zoidl mit Vlasov und Amanuel Gebreigzabhier. Die Rennsituation änderte sich auf den letzten drei Kilometern ständig, ehe sich zwei Kilometer vor dem Ziel Ben Hermans (Israel Cycling Academy) und Ben O’Connor von Dimension Data absetzen konnte. Auf den letzten 200 Metern ließ Hermans seinem Fluchtgefährten keine Chance und siegte fünf Sekunden vor O’Connor. „Ich habe mich heuer beim Fleche Wallone verletzt und konnte einige Zeit nicht trainieren. Dafür lief es heute wirklich gut. Unglaublich stark fuhren die Movistar-Jungs am Großglockner. Ich glaube, das wird am letzten Tag der Tour auf dem Kitzbüheler Horn noch eine richtige Schlacht um den Toursieg“, sagte Hermans. Mit seiner Auffahrtszeit von 46:01,34 Minuten verpasste Hermans den Streckenrekord von Alexander Foliforov aus dem Vorjahr um neun Sekunden.

Zoidl verbessert sich auf Rang sechs - Podium in Reichweite

Ex-Toursieger Riccardo Zoidl fuhr ein starkes Rennen und kam mit einem Rückstand von 1:01 Minuten als Sechster hinter Hermans, O’Connor, den Movistar-Fahrern Winner Anacona und Eduardo Sepulveda und Stefan de Bod (Dimension Data) ins Ziel: „Es lief schon viel besser als gestern, wo ich am letzten Berg Probleme hatte. Ich denke, Hermans und O’Connor sind ziemlich abgesichert, aber das Podium ist für mich noch in Reichweite!“ Zweitbester Österreicher wurde heute der Vorarlberger Daniel Geismayr (Vorarlberg Santic) als 24.

Ö3-Wecker Glocknerchallenge: 10 Hobbyfahrer nur 2:15 Minuten hinter Glocknerkönig!

Eine ganz besondere Aktion fand heute am Großglockner statt, die „Ö3-Wecker Glocknerchallenge“: 10 Hobbyfahrer versuchten im Ablösemodus schneller zu sein als der schnellste Radprofi der Österreich Rundfahrt. Mit einer Zeit von 48:16,18 Minuten lagen sie nur 2:15 Minuten hinter dem „Glocknerkönig“ Ben Hermans. Die zehn Hobbyfahrer fuhren damit die achtschnellste Zeit in der 71-jährigen Tourgeschichte! Betreut wurden sie vom sechsfachen Race Across America-Gewinner Christoph Strasser, der in einem Monat wieder auf den Großglockner zurückkommt: „Unsere zehn Starter sind echt super gefahren, auch wenn einer zu Sturz kam! Ich selbst werde hier am Fuscher Törl bald wieder sein, denn am 12. August starte ich im Zweierteam beim Race Around Austria, dem mit 2.200 Kilometern und 30.000 Höhenmeter größten Extremradrennen in Österreich!“

Morgen vorletzte Etappe von Bruck an der Großglocknerstraße nach Kitzbühel

Die fünfte Etappe der 71. Österreich Rundfahrt startet morgen um 10:45 Uhr in Bruck an der Großglocknerstraße und führt über die „Mautner Markhof“-Sprintwertungen Neukirchen (11:50h) und Klockerhaus (12:10h) zur ersten „Wiesbauer“-Bergwertung auf die Gerlos (12:20h). Nach der dritten und letzten Sprintwertung in Brixlegg (13:50h) folgen noch zwei Bergwertungen nach Niederau (14:20h) und in Hopfgarten (14:30h), ehe es zum Ziel in Kitzbühel geht.

Alle Ergebnisse: https://www.oesterreich-rundfahrt.at/ergebnisse

Weitere Bilder zur heutigen Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: https://mediathek.grossglocknernews.at/index.php?/category/110

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a (FH) Patricia Lutz
Großglockner Hochalpenstraßen AG, Rainerstraße 2, 5020 Salzburg
T: +43 (662) 87 36 73-116 / M: +43 (0664) 531 94 69
E-Mail: lutz@grossglockner.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0015