Androsch: ÖVP-Bauernbund ignoriert Zeichen der Zeit

SPÖ-Tierschutzsprecher: „ÖVP und Bauernbund ignorieren Europäischen Rechnungshof“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androsch kritisiert heute ÖVP-Bauernbund Chef Strasser für seine Äußerungen, wonach das Glyphosat-Verbot und die Forderungen nach mehr Tierschutz statt Tierleid bei den Tiertransporten „populistisch“ seien. „Offenbar haben weder ÖVP noch der Bauernbund die Zeichen der Zeit verstanden. Selbst der Europäische Rechnungshof hat in einem Sonderbericht gefordert, dass die Förderkulisse der nächsten Gemeinsamen Agrarpolitik der EU nach 2020 einen deutlich größeren Einfluss auf den Tierschutz europaweit haben muss“, so Androsch, der in diesem Zusammenhang auf seine Forderung nach einem Reduktionsplan in Sachen Tiertransporte, mehr Kontrollen und höheren Strafen bei Verstößen verweist. „Tierschutz ist Menschenschutz. Die SPÖ will das Tierleid der Nutztiere reduzieren“, so der SPÖ-Tierschutzsprecher. ****

Der ÖVP-Bauerbund-Chef Strasser spricht von „Schnellschüssen in Sachen Tierschutz, die niemanden helfen“. „Das weise ich aufs Schärfste zurück“, so Androsch und weiter: „Wir wären wesentlicher weiter, wenn sich die ÖVP nicht ständig gegen Verbesserungen stellen würde. Gerade der Reduktionsplan ist auf fünf Jahre angesetzt und stellt die Erarbeitung alternativer Maßnahmen in den Mittelpunkt“.

Die SPÖ will, dass die Fördermittel der GAP daran geknüpft werden, dass kürzere Tiertransportwege als die europäischen und innerstaatlichen Mindest-Tierschutzstandards vorgeben, eingehalten werden. Zusätzlich wurde von der SPÖ ein Antrag eingebracht, wonach die Bundesregierung aufgefordert wird, sich im Rahmen der Verhandlungen zur Ausgestaltung der nächsten GAP-Periode für 2020+ dafür einzusetzen, dass diese zu einer deutlichen Reduktion von Tiertransporten in Österreich und europaweit und somit zu mehr Tierwohl führt. „Alle SPÖ-Anträge hat die ÖVP bisher abgelehnt“, so Androsch, der die ÖVP einlädt, ihre Blockadehaltung in Sachen Tierschutz endlich aufzugeben und konstruktiv auf nationaler und europaweiter Ebene mitzuarbeiten. Die steigende Anzahl an Bio-Landwirtschaften in Österreich zeigt deutlich, dass immer mehr Landwirte biologisch und tiergerecht produzieren wollen. Diese müssen gefördert und unterstützt werden und dürfen nicht durch konservative VP-Blockadehaltung gehemmt werden.

„Wir brauchen ein Umdenken, denn Tierschutz ist auch Menschenschutz. Niemand hat mehr Verständnis dafür, dass Tiere unter schrecklichen Bedingungen gehalten werden beziehungsweise durch ganz Europa gekarrt werden. Niemand bringt mehr Verständnis für Transporteure auf, die immer wieder massiv gegen Tiertransportbestimmungen verstoßen und trotzdem weiterhin Tiere transportieren dürfen. Diesen schwarzen Schafen gehört dauerhaft die Transporterlaubnis europaweit entzogen. “, so Androsch. (Schluss) up/rm/mp

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