Klimakrise: Bundespräsident besucht Modellregion Vorderwald

Van der Bellen informiert sich über Moore und Plenterwald

Bregenz (OTS) - Die Klimakrise verändert unseren gesamten Lebensraum. Besonders bedroht sind Wälder und Moore, die aber wiederum eine hohe Bedeutung für Klimaschutz haben. Naturschutzlandesrat Johannes Rauch und Energielandesrat Christian Gantner informieren Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei seinem Besuch am Dienstagnachmittag in Krumbach deshalb speziell über die Maßnahmen zum Schutz dieser einzigartigen Naturräume.

„Die Klimakrise wird auch in Vorarlberg weitergehen. Globale Entwicklungen machen nicht an den Landesgrenzen halt“, schildert Landesrat Rauch. „Deswegen hat Vorarlberg auch als erste Bundesland den symbolischen Klimanotstand ausgerufen. Das bedeutet, dass wir der Eindämmung der Klima- und Umweltkrise höchste Priorität einräumen müssen. Dazu muss auch endlich eine öko-soziale Steuerreform umgesetzt werden.“

Die Modellregion Vorderer Bregenzerwald zeichnet sich durch einen österreichweit einzigartigen Bestand an Mooren aus. Sie speichern extrem viel CO2 und puffern lokal Feuchtigkeit. Ebenfalls außergewöhnlich ist der hohe Anteil an naturnahen, kleinstrukturierten, sich selbst verjüngenden Plenterwäldern. Sie gelten österreichweit als Zukunftshoffnung für den Erhalt des Waldes, der unter Hitze und Trockenheit bereits stark leidet.

Die neun Gemeinden der Modellregion haben sich eine weitere, zügige Erhöhung des Anteils widerstandsfähiger Waldflächen zum Ziel gesetzt. Dazu werden gezielte Maßnahmen für die Waldpflege gesetzt und Kleinwaldbesitzer geschult. Eine Vielzahl von Projekten dient dazu, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Bedeutung der widerstandsfähigen Plenterwälder zu schaffen.

„Der Besuch des Bundespräsidenten unterstützt uns in diesem Ziel und zeigt gleichzeitig die überregionale Bedeutung unserer Bemühungen insbesondere auch im Bereich der e5-Gemeinden“, freut sich Energielandesrat Gantner. Einig sind sich die beiden Landesräte in den Anstrengungen zur Umsetzung der Energieautonomie: „Die Eindämmung der drohenden Klimakatastrophe ist das beste und billigste Rezept zur Minimierung des Anpassungsaufwandes“, so Rauch und Gantner.

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