Schmuckenschlager zu Landwirtschaft 4.0: Digitale Kompetenz wichtiger denn je

Mold soll zur Digitalisierungswerkstatt in Niederösterreich werden

St. Pölten (OTS) - Die Digitalisierung verändert nicht nur das Leben der Menschen, sondern ist auch ein wesentliches Thema der Landwirtschaft. Der Wunsch nach hochwertigen Lebensmitteln zu günstigen Preisen für die Konsumenten sowie die offenen Märkte und die Forderung nach dem effizienten Einsatz von Ressourcen führen dazu, dass die Agrarbranche als eine der innovativsten Produktionsbereiche bezeichnet werden kann. Die Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich und der Maschinenring NÖ-Wien unterstützen mit ihrem umfassenden Angebot die Bäuerinnen und Bauern bei ihren Innovationsvorhaben mit den unterschiedlichsten Maßnahmen.

Die Nutzung digitaler Techniken ist nicht nur in der verarbeitenden Industrie ein Thema, sondern mittlerweile auch bei den Erzeugern der Ausgangsprodukte auf unseren Bauernhöfen Realität. Viele Institutionen und Unternehmen beschäftigen sich mit den digitalen Techniken in der Agrarbranche. Die Angebote werden immer vielfältiger. Für Landwirte wird es zunehmend schwieriger, einen Überblick und dabei den Fokus auf die für den Betrieb sinnvollen Anwendungen zu bewahren. Ob Unterstützung bei digitalen Lenksystemen, der Einsatz von Drohnen, "Cows and more" oder eine "Kuhbrille". Hier sieht die LK Niederösterreich ihre Rolle. "Unser Beratungs- und Dienstleistungsangebot soll nicht nur eine Hilfestellung für die Betriebe bei der Nutzung und praktischen Anwendung neuer digitaler Techniken sein, sondern soll sie auch im Wettbewerb stärken. Wir wollen unser Angebot weiter ausbauen und hier auch die Bildungswerkstatt Mold als zentrale Drehscheibe nutzen. Weiters setzen wir auf Partnerschaften wie jene mit dem Maschinenring NÖ-Wien", erklärt LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Mold als Digitalisierungswerkstatt Niederösterreichs positionieren

Die Bildungswerkstatt Mold der LK Niederösterreich hat sich längst als wichtiges Kompetenzzentrum für die Land- und Forstwirtschaft etabliert. "Wir wollen den Standort weiterentwickeln, um aktuellen Trends auch in Zukunft gerecht zu werden. Ziel ist es daher, die Bildungswerkstatt Mold als Kompetenzzentrum für Digitalisierung im ländlichen Raum zu verankern", so der Präsident weiter. Dabei soll auch der Start-up Trend für die LK Niederösterreich nutzbar gemacht werden. "Innovative Betriebe und Neugründer gelten zu Recht als Opinion Leader. Sie sind engagiert, können in den meisten Fällen auf ein breites Netzwerk zurückgreifen und gelten in ihrem Fachbereich als Multiplikatoren. Diese Schlagkraft wollen wir bündeln und landwirtschaftlichen Start-ups in der Bildungswerkstatt Mold eine Heimat bieten", sagt Schmuckenschlager. Ziel ist es, Räume für land- und forstwirtschaftliche Start-ups in Mold bereitzustellen. Interessierten soll die dazu erforderliche Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Maschinenring als Partner

Die Grundidee des Maschinenrings (MR) war und ist die zwischenbetriebliche agrarische Unterstützung und Maschinengemeinschaften. Mittlerweile werden die MR-Dienstleistungen um die digitale Welt ergänzt und mit ihr kombiniert. "Auch die Landwirtschaft unterliegt einer laufenden Veränderung. Besonders die Digitalisierung und Modernisierung stellt den Agrarbereich vor neue Herausforderungen. Der Maschinenring ist mittlerweile Vorreiter was Vernetzung, Digitalisierung und Precision Farming betrifft", erklärt Johann Bösendorfer, Obmann des Maschinenring NÖ-Wien.

Einsparung von Energie und Betriebsmitteln, Senkung von Produktionskosten, Reduktion von CO2 - diese wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile sollen die Arbeitsplatzbedingungen der Bäuerinnen und Bauern verbessern und die Auslastung der Maschinen optimieren. "Der Maschinenring NÖ-Wien ist gut mit den Landwirten, der Landtechnik, Interessenvertretungen sowie mit Forschungseinrichtungen vernetzt und dadurch in der Lage, Produktionsabläufe zu analysieren, Einsparungspotenziale aufzuzeigen und Projekte effizient und hochprofessionell umzusetzen", so Bösendorfer.

Ein Meilenstein im Zuge der bisherigen Projekte ist das gemeinsame Beratungs- und Dienstleistungsangebot von LK Niederösterreich und Maschinenring NÖ-Wien - die "Lenksystem - Fahrspurplanung". Mit dem Mobil RTK-Signal ist eine GPS-präzise und zentimetergenaue Feldbewirtschaftung möglich. Rund 800 Betriebe haben 2018 in automatische Lenksysteme investiert. Nun geht es darum, diese Technologie auch optimal zu nutzen, damit die möglichen Einsparungspotenziale entsprechend genutzt werden. Künftig können Betriebe entscheiden, ob sie sich den dazu erforderlichen RTK-Messstab ausborgen (Maschinenring NÖ-Wien) oder die Erhebung der Naturdaten als Service nutzen möchten (LK Niederösterreich). (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

DI Christina Spangl,
Pressesprecherin Landwirtschaftskammer Niederösterreich,
Mobil: 0664 60 259 29310, E-Mail: christina.spangl@lk-noe.at

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