Bauernbund: Antrag für Steuerreform sieht Entlastung für bäuerliche Familienbetriebe vor

Geplante Entlastung im Bereich der Sozialversicherung soll nun doch kommen

Wien (OTS) - In der letzten Nationalratssitzung vor der Sommerpause brachten ÖVP und FPÖ einen gemeinsamen Initiativantrag für eine Steuerentlastung ein. Damit sollen Teile der angekündigten Steuerreform "Entlastung Österreich", deren Umsetzung für 2020 vorgesehen waren, doch noch umgesetzt werden. Das Paket enthält als Schwerpunkt eine Entlastung von Geringverdienern um insgesamt 700 Mio. Euro durch eine Senkung beziehungsweise Rückerstattung der Sozialversicherungsbeiträge. Auch die Land- und Forstwirtschaft profitiert von einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge. Bauernbund-Präsident Georg Strasser ist erfreut über das eingebrachte Entlastungspaket. "Wir haben einen mehrheitsfähigen Initiativantrag für eine steuerliche Entlastung im Nationalrat eingebracht, der noch vor der Nationalratswahl im September 2019 beschlossen werden soll. Somit können wir einen wichtigen Teil der angekündigten Maßnahmen aus der geplanten Steuerreform, der ein großes Entlastungspaket für die Bäuerinnen und Bauern beinhaltet, umsetzen", erklärt Strasser.

Ausgewogenes Sozialpaket für bäuerliche Familienbetriebe

Zu den Entlastungsmaßnahmen im Bereich der bäuerlichen Sozialversicherung zählt eine Senkung des Beitragssatzes in der Krankenversicherung für Aktive um 0,85 Prozentpunkte, wovon rund 130.500 land- und forstwirtschaftliche Betriebe profitieren werden. Das Entlastungsvolumen für die Versicherten beträgt allein durch diese Maßnahme 24,4 Mio. Euro. Weiters ist die Rückerstattung von SV-Beiträgen für Pensionistinnen und Pensionisten bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrages um bis zu 200 Euro geplant. "Mit diesen Entlastungen liegt ein umfangreiches und ausgewogenes Sozialpaket für alle bäuerlichen Familienbetriebe auf dem Tisch, das die angekündigte Entlastung im Bereich der Sozialversicherung doch noch ermöglicht", unterstreicht Strasser.

Verwaltungsvereinfachung und Sanierung Bodenreform

Ebenfalls beinhaltet die Steuerreform Verwaltungsvereinfachungen in der Land- und Forstwirtschaft. Diese sind unter anderem eine Verlängerung der Antragsmöglichkeit zur Umsatzsteuer-Option bis zum 31. Dezember des Folgejahres und die Sicherstellung der unentgeltlichen Übertragung von umsatzsteuerpauschalierten land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. "Die Hofübertragung durch umsatzsteuerpauschalierte Land- und Forstwirte soll weiterhin als nicht umsatzsteuerbarer Vorgang gelten, um den Hofübernehmern den Generationswechsel zu vereinfachen", erklärt der Bauernbund-Präsident.

Auch die mehrfach geforderte Anpassung wichtiger Steuergesetze, die aufgrund der Bodenreform notwendig geworden ist, soll mit diesem Paket erledigt werden. Damit bleiben die bisherigen Steuerbefreiungen in den Steuergesetzen erhalten. "Nun gilt es, die Entlastung für Österreichs Bäuerinnen und Bauern noch vor den Nationalratswahlen am 29. September 2019 möglich zu machen. Aus heutiger Sicht sind wir sehr zuversichtlich, dass der gemeinsame Antrag von ÖVP und FPÖ im September beschlossen wird", so Strasser. (Schluss)

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