Feierliche Verkehrsfreigabe Unterführung Stockerau

LR Schleritzko: Verkehrsprobleme an der Eisenbahnkreuzung mit der B 3 im Ortsgebiet von Stockerau gelöst

St. Pölten (OTS/NLK) - In einem gemeinschaftlichen Projekt von ÖBB, Land Niederösterreich und Stadtgemeinde Stockerau wurde die Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B 3 wird der Verkehrsfluss optimiert und die Sicherheit erhöht. Kürzlich erfolgte die feierliche Verkehrsfreigabe durch Landesrat Ludwig Schleritzko, Bürgermeisterin Andrea Völkl, Peter Recht von der ÖBB Infrastruktur AG und NÖ Straßenbaudirektor-Stellvertreter Rainer Irschik.

Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko meinte dazu: „Mit der aufwendigen Niveaufreimachung lösen wir gemeinsam mit den ÖBB und der Stadt Stockerau die Verkehrsprobleme an der Eisenbahnkreuzung mit der B 3 im Ortsgebiet von Stockerau.“ Rainer Irschik ergänzte: „Der Bau von Bahnunterführungen bedeutet einerseits mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, beseitigt andererseits aber außerdem Wartezeiten an der neuralgischen Bahnkreuzung im Ortsgebiet von Stockerau“. Das freut auch Bürgermeisterin Andrea Völkl: „Ohne die Partner ÖBB und Land hätten wir weiter die Teilung der Stadt hinnehmen müssen. Durch die Vereinigung kann nunmehr die Horner Straße ohne Zeitverzögerung benutzt werden.“

Die Eisenbahnkreuzung der Nordwestbahn mit der B 3 war eine der meistbefahrenen Bahnübergänge in Niederösterreich. In etwa 14.000 Autos treffen täglich auf ca. 90 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten gekommen ist. Mit dem Neubau der Unterführung wurde die Möglichkeit geschaffen, den Straßenverkehr flüssiger abzuwickeln. Die Ausbildung der Unterführung erfolgte als wasserdichte Wanne. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,7 Meter und neben den zwei Fahrstreifen wurde auch ein erhöhter, von der Fahrbahn getrennter, kombinierter Geh- und Radweg hergestellt. Dabei fielen rund 20.000 Kubikmeter Aushub an, und es wurden ca. 6.500 Kubikmeter Beton sowie 700 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet. Die Vorarbeiten für dieses Projekt haben bereits im Oktober 2017 begonnen, die Hauptarbeiten starteten Ende Jänner 2018.

Im Zuge der Errichtung der Unterführung wurde auch die Straßenbrücke über den Göllersbach erneuert und für mehr Verkehrssicherheit ein Kreisverkehr bei der Kreuzung mit der Pragerstraße (Landesstraße L 30) errichtet. Um die Straßensperre der B 3 optimal auszunutzen, wurde auch die Fahrbahn der Landesstraße B 3 vom neuen Kreisverkehr bis zur Kreuzung der B 3 mit der Schaumanngasse erneuert, beidseitig der Straße wurden Geh- und Radwege sowie Grün- und Parkflächen hergestellt. Zwischen der Göllersbachbrücke und dem Knoten Stockerau Nord wurde die Fahrbahn der B 3 ebenfalls erneuert.

Die gesamten Projektkosten für die Bahnunterführung betragen 9,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 5,2 Millionen Euro, das Land Niederösterreich ca. 3,4 Millionen Euro und die Stadtgemeinde Stockerau 1,2 Millionen Euro. Die Kosten für die begleitenden Straßenbaumaßnahmen betragen rund 800.000 Euro, wovon etwa 700.000 Euro vom Land Niederösterreich und rund 100.000 Euro von der Stadtgemeinde Stockerau getragen werden.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-60141, E-Mail gerhard.fichtinger@noel.gv.at.

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