Grüne, SPÖ Wien/Berner, Mörk: Stadt Wien fördert soziale Nachbarschaftsprojekte

Wien (OTS) - Die Stadt Wien stellt ein eigenes Budget für soziale Projekte zur Verfügung. Der im Regierungsübereinkommen vereinbarte „Fördertopf für innovative und experimentelle Sozialprojekte“ wird nun umgesetzt. Ziel dieses Förderkonzeptes ist es, das soziale Miteinander zu stärken. Privatleute können sich zu zweit oder zu mehrt zusammentun und mit Projektbeschreibung ein Ansuchen stellen. Ziel ist es, neue Formen für soziales Miteinander auszuprobieren.

Das Motto für das heurige Jahr ist „Nachbarschaft“. Soziales Engagement, sozial innovative und experimentelle Ideen und Projekte in der Stadt können kaum einen besseren Ausgangspunkt als die Nachbarschaft finden. Hier werden alltäglich Beteiligung und Demokratie und neue Wege des Zusammenlebens erprobt. Erste Impulse für das Zusammenleben im Grätzl, Mitgestaltung und Entwicklung können von engagierten BewohnerInnen ausgehen.

„Kleine Veränderungen haben oft große Auswirkungen. Gerade im Zusammenleben kann ein Gespräch, ein gemeinsames Erlebnis viele Vorurteile abbauen und vielleicht sogar eine neue Freundschaft begründen. Das wichtigste im Zusammenhang mit der neuen Förderung für soziale Projekte ist mir, dass jeder und jede einfach aktiv werden kann. Egal ob eine Einkaufshilfe organisiert werden soll, ein Spiel mit den Nachbarskindern, Lernhilfe oder eine Schnitzeljagd durch den Gemeindebau - mitgestalten ist einfach. Die Idee darf nicht am Geld scheitern. Wir wollen alle motivieren, sich für ein gutes Miteinander zu engagieren“, so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Gemeinderätin Ursula Berner.

Für Gemeinderätin Gabriele Mörk, Sozialsprecherin der SPÖ Wien, ist das Projekt eine nachhaltige Förderung des guten Zusammenlebens. „Der Fördertopf ist so eingerichtet, dass er nicht nur einigen wenigen Spitzenprojekten Ressourcen zur Verfügung stellt, sondern langfristig möglichst vielen Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit zur Partizipation gibt. Damit stellen wir sicher, dass sich unsere vielfältige Stadt auch in vielen verschiedenen und sicher auch außergewöhnlichen Projekten widerspiegelt. Ob sich zwei Menschen mit einer Idee zusammenschließen oder ein ganzes Grätzl etwas auf die Beine stellt, am Ende profitieren alle. Die Nachbarschaft, der öffentliche Raum, ist eine Gestaltungs- und Begegnungszone, die von vielen kreativen Menschen mit Leben erfüllt wird.“

Neue Projekte, Best-Practice-Modelle und Ideen mit innovativem Charakter, Maßnahmen von geförderten (und bisher nicht geförderten) Trägerorganisationen sowie von der Zivilgesellschaft sind eingeladen, sich zu bewerben und können, im Idealfall, von der „Innovationsförderung für experimentelle Sozialleistungen“, profitieren und somit einen weiteren Beitrag zur Wiener Sozialpolitik leisten. Projekte können bis 15. Oktober 2019 unter https://www.dachverband.at/ eingereicht werden. Details zu den Auswahlkriterien werden im Laufe des Sommers veröffentlicht. Die Jury wurde aus ExpertInnen und PraktikerInnen zusammengesetzt: Christoph Reinprecht, Josef Bakic, Andrea Binder-Zehetner, Judith Pühringer, Elke Rauth, Renate Schnee und Birgit Kohlwegger. „Wir freuen uns, so viel engagierte Expertise für diese neue Förderschiene an einen Tisch gebracht zu haben,“ so Berner und Mörk.

Für 2019 ist ein Gesamtvolumen von bis zu € 500.000 seitens der Wiener Stadtregierung vorgesehen. Die finanzielle Abwicklung erfolgt durch den FSW. 2019 ist das Pilotprojektjahr.

Der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen ist für die Ausschreibung, Bewerbung und die Durchführung ein oder mehrerer Calls verantwortlich. Die Innovationsprojekte werden vom Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen hinsichtlich der formalen Richtigkeit gesichtet und anschließend der Jury „Soziale Innovation Wien“ zum Beschluss der Förderung, entlang eines Kriterienrasters, vorgelegt. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt € 20.000, wobei insbesondere auch kleinere Projekte (€ 2.000 – 5.000) berücksichtigt werden sollen.


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