Sarah Wiener: Österreichisches Glyphosatverbot ist ein Meilenstein

Grüne: Landwirtschaft der Zukunft kommt ohne Gift aus

Straßburg/Wien (OTS) - „Ich bin begeistert, dass der österreichische Nationalrat heute beschlossen hat, dass das Pestizid Glyphosat in Österreich nicht mehr erlaubt sein soll,“ so Sarah Wiener, EU-Abgeordnete der Grünen. „Gesundes Essen fängt auf dem gesunden Acker an, und der Verzicht auf möglicherweise gesundheitsgefährdende Pestizide stellt einen ersten Meilenstein für Umwelt und Gesundheit dar. Österreich ist damit Vorreiter in der ganzen EU.“

Das Verbot von Glyphosat muss nach dem Beschluss im österreichischen Nationalrat noch von der EU-Kommission bestätigt werden. Wiener geht davon aus, dass dies auch geschehen werde.

„Die Kommission hat nach dem Beschluss der Zulassungsverlängerung 2017 bekräftigt, dass die Mitgliedsstaaten nationale Verbote beschließen können, das haben wir schwarz auf weiß. Falls es da Probleme gibt, werden wir EU-Abgeordneten alles in Bewegung setzen, damit die Kommission ihrem Versprechen nachkommt,“ so Wiener.

Um die LandwirtInnen, die vom Glyphosatverbot betroffen sein werden, beim Umstieg auf alternative Methoden zu unterstützen, fordert Wiener Begleitmaßnahmen: „Die Bäuerinnen und Bauern dürfen beim Umstieg nicht im Regen stehen gelassen werden. Wir müssen für technsiche und finanzielle Unterstützung sorgen – das kann und soll auch in die Gemeinsame Agrarpolitik einfließen.“

Wiener betont zudem, dass der heutige Erfolg nicht ohne den jahrelangen Einsatz von NGOs und der Zivilgesellschaft gelungen wäre.

„Ich bedanke mich bei all jenen, die durch ihre Expertise und ihr Engagement dazu beigetragen haben, dass wir eines der weitverbreitesten Pestizide nun von Österreichs Äckern verbannen können. Der nächste Schritt muss sein, dass wir das auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU erreichen und 2022 Glyphosat endgültig aus der EU verbannen können und in der folge auch andere fragwürdige Pestizide. Dafür werde ich mich als EU-Abgeordnete in den nächsten Jahren einsetzen,“ so Wiener.

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