Wirtschaftsparlament: SWV zeigt Einsatz für EPU und KMU

Soziale Absicherung, Steuergerechtigkeit und Unterstützung von Selbstständigen im Fokus

Wien (OTS) - Seitens des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes gibt es eine klare Ansage für die Rechte der heimischen Betriebe. Insgesamt sieben Anträge bringt der SWV für die heimischen EPU und KMU in der Sitzung des heutigen Wirtschaftsparlaments ein. Christoph Matznetter, Präsident des SWV Österreich, legt den Fokus auf eine umfassende soziale Absicherung von Selbstständigen und KMU, auf ein faires Steuersystem, das kleine Unternehmen entlastet und auf Fördermaßnahmen, für Selbstständige:

EPU: Arbeitsplatz soll pauschal abzugsfähig werden

Auf Initiative des SWV beschloss das Wirtschaftsparlament heute, dass zukünftig eine Pauschale für die Nutzung der eigenen Wohnung als Arbeitsplatz abschreibbar sein soll. Insgesamt 2.000 Euro pro Jahr könnten UnternehmerInnen von Aufwendungen im Rahmen der Betriebsausgaben so abziehen, wenn kein fixer Arbeitsplatz oder eigenes Arbeitszimmer vorgewiesen werden kann. „Alle UnternehmerInnen, die bisher zu kleine Wohnungen haben, um ein Arbeitszimmer steuerlich abschreiben zu können, würden durch diese Regelung profitieren: Die selbstständige Fußpflegerin kann die Pauschale genauso geltend machen, wie die selbstständige Grafikdesignerin“, so Matznetter.

Unterstützung von Selbstständigen bei langer Krankheit

Während es für ASVG Versicherte ein umfassendes Sicherheitsnetz im Falle einer schweren Erkrankung gibt, sind Selbstständige die von einem solchen Schicksalsschlag betroffen sind, auf sich alleine gestellt. ASVG Versicherte können 52 Wochen lang Krankengeld beziehen, Selbstständigen stehen nur 21 Wochen zu. Die Frist bis erneut eine Leistung bezogen werden darf, dauert bei Selbstständigen 26 Wochen im Gegensatz zu 13 Wochen bei ASVG Versicherten. „Selbstständige und Kleinunternehmen stehen derzeit vor einer großen Existenzbedrohung, wenn sie über eine längere Zeit erkranken. Es ist für diese UnternehmerInnen essentiell, dass zumindest die Bezugsdauer der Unterstützungsleistung sowie die Wartefrist für eine neue Unterstützung verlängert werden“, erklärt Matznetter.

Eine faire Körperschaftssteuer ist nach Gewinn gestaffelt

Die Körperschaftssteuer wird international diskutiert – eine EU weite Regelung wäre sinnvoll und notwendig, um dem Steuerbetrug und dem Steuerwettbewerb nach unten Einhalt zu gebieten. „Auf nationaler Ebene ist es jetzt wichtig kleine Unternehmen zu entlasten und von Großbetrieben einen angemessenen Beitrag einzufordern. Im Sinne des fairen Wettbewerbs fordere ich, dass die Körperschaftssteuer nach Gewinn gestaffelt wird. Es braucht außerdem eine Gesamtkonzernsteuer damit alle Gewinne versteuert werden, die multinationale Großbetriebe erwirtschaften“, fordert Matznetter.

SWV – die Stimme der Selbstständigen

So wurde heute im Wirtschaftsparlament einmal mehr deutlich, dass der SWV die Interessenvertretung der EPU und KMU ist und damit 99,6% der österreichischen UnternehmerInnen vertritt. „Unser langfristiges Ziel ist die umfassende soziale Absicherung der Selbstständigen sowie der mittelständischen UnternehmerInnen. Dazu gehört, dass Selbstständige endlich die gleichen Leistungen wie ASVG Versicherte erhalten. Auch der 20%ige Selbstbehalt beim Arztbesuch muss endlich fallen! Dafür werde ich mich auch im Nationalrat stark machen“, stellt Christoph Matznetter abschließend klar.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich (SWV)
Mariahilfer Straße 32, 1. Stock, 1070 Wien
+43 676 9614311
office@wirtschaftsverband.at
http://www.wirtschaftsverband.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVO0002