Kogler zu Mercosur: Österreichs Zustimmung wäre ein Ja zu schlechtem Kuhhandel

Grüne: Regierung muss für Klimaschutz und Menschenrechte eintreten

Wien (OTS) - „Die bevorstehende Einigung der EU-Kommission mit den Mercosur-Staaten ist ein schlechter Witz. Wir können nicht einerseits für Klimaschutz, Menschenrechte und kleinbäuerliche Landwirtschaft in Europa eintreten und andererseits ein Handelsabkommen mit den Wirtschaftsnationen Südamerikas unterschreiben, das alle diese Ziele konterkariert. Der Deal würde der katastrophalen Politik des autoritären brasilianischen Präsidenten Bolsonaro einen Persilschein ausstellen und die Klimakrise weiter anheizen“, so Werner Kogler, Bundessprecher der Grünen und designierter Spitzenkandidat für die Nationalratswahl.

Kogler verweist auf besorgniserregende Entwicklungen in Brasilien seit Beginn der Amtszeit Bolsonaros. So ließ der Präsident das brasilianische Klimabudget um 95 Prozent kürzen, in 3 Monaten wurden 82 Prozent mehr Regenwald abgeholzt als 2018. Zudem würden die Rechte der Indigenen mit Füßen getreten.

„Der Mercosur-Deal wird nicht nur die globale Klimapolitik ad absurdum führen, er bedroht auch die europäische und österreichische Landwirtschaft. Zigtausende Tonnen importiertes Rindfleisch und andere, oft unter miserablen Standards produzierte Agrarrohstoffe bringen unsere Bäuerinnen und Bauern unter Druck,“ so Kogler. „Wenn die EU ihre Klimapolitik ernstnehmen will, darf ein solches schädliches Abkommen keine Zukunft mehr haben. Wir fordern die Regierung auf, die Stopptaste zu drücken und auf EU-Ebene gegen das Abkommen zu stimmen - im Interesse der Umwelt, der Artenvielfalt und der Menschen“, betont der Grünen-Chef.

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