54. Wiener Gemeinderat (6)

Mitteilung der Vizebürgermeisterin

Wien (OTS/RK) - Nicht-amtsführende StR Ursula Schweiger-Stenzel (FPÖ) bezeichnete das Eintreten von Vassilakou als Stadträtin als „Wohltat“. Sie sei viel „pragmatischer“ als ihr Vorgänger Schicker und nicht so „fundamentalistisch“, wie manch andere Grüne, gewesen. Dennoch hätte sie „Klientelpolitik“ betrieben – zum Beispiel für Radfahrerinnen und Radfahrer. Persönlich sei Vassilakou ein „Herzeigemodell für gelungene Integration“, die ihre persönliche Leistung in den Vordergrund stelle. Ihr, Stenzel, sei es nachzusehen, wenn sie an der Führung des Ressorts Kritik übe. So hätte sich Vassilakou beispielsweise bei ihrem Leuchtturmprojekt Mariahilfer Straße in Sachen Partizipation nicht an die Stadtverfassung gehalten. Sie habe lediglich eine Umfrage über das Projekt durchführen lassen und eine verbindliche Abstimmung. Zum Abschluss wünschte Stenzel der scheidenden Vizebürgermeisterin „Alles Gute“.

Auch GR Mag. Josef Taucher (SPÖ) ließ die vergangenen fünf Jahre, die er mit Vassilakou gemeinsam gearbeitet hat, Revue passieren. Als herausragende gemeinsame Projekte nannte er den Masterplan Partizipation, das Fachkonzept öffentlicher Raum und die Smart City-Rahmenstrategie. „Ich ziehe den Hut“, sagte Taucher: Vassilakou habe sich stets gegen scharfen politischen und medialen Widerstand durchgesetzt. Außerdem zeichne sie „aufrechte Haltung, Handschlagqualität und Pragmatismus“ aus. „Stolz“ sei er auf die durchgesetzten rot-grünen Projekte, so Taucher abschließend.

Wahl einer Stadträtin

GRin Birgit Hebein (Grüne) sagte in ihrer Antrittsrede: „Ich bin bereit, bereit dafür mehr Verantwortung für unsere liebenswerte Stadt zu übernehmen“. Zwei Eckpfeiler seien ihr dabei wichtig, Klimaschutz und sozialer Zusammenhalt. Ihre ZuhörerInnen nahm sie mit auf eine Reise ins Jahr 2030: Wien werde dann zwei Millionen EinwohnerInnen haben, der Großteil davon Kinder; Jugendliche würden mitbestimmen und Stadtplanung werde mit der sozialen Frage verknüpft werden. Außerdem solle laut Hebein jeder Bezirk eine Begegnungszone bekommen; „Staufahren“ werde langweilig sein aber Autofahren trotzdem als Mobilitätsform in der Stadt möglich sein. Es werde Orte der Kommunikation und des Zusammentreffens geben; beschattete Plätze für ältere Menschen und für alle, die sich dort aufhalten wollen. Sie nannte eine „klimaresiliente“ Stadt und ein „Klimabudget“ als Ziel, ebenso erwähnte sie den von Bürgermeister Ludwig initiierten „Klimabeirat“. Gleich an ihrem ersten Tag machte sie den Vorschlag, keine Gasetagenheizungen mehr in Wohnbauten zu verwenden und sprach von einer „Bauordnungsnovelle 2020 ohne Kohle und Gas“. Abschließend sagte Hebein, sie wolle Wien zur „Klimahauptstadt Europas“ und zu einer „Stadt ohne Kinderarmut“ machen.

(Forts.) hie

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