FP-Guggenbichler zu Semmelweis-Versteigerung: Ausverkauf der Stadt geht munter weiter

Steuerzahler wurde um 21 Millionen Euro geschädigt

Wien (OTS) - „Es ist bedauerlich, mitansehen zu müssen, wie die Stadt Wien historische Immobilien zu Dumpingpreisen an Spekulanten verschleudert“, ist der Währinger Bezirksparteiobmann und Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Udo Guggenbichler, erbost.

Die Immobilen auf dem Areal der ehemaligen Semmelweis-Frauenklinik wurden 2012 von der Stadt Wien um einen Gesamtpreis von 13,9 Mio. Euro an den Immobilienspekulanten Nikolaus Lengersdorff verkauft. Heute erzielten diese Immobilien im Zuge einer Versteigerung einen Preis von 35 Mio. Euro. Die FPÖ hat gemeinsam mit der gesamten Opposition in den letzten Jahren den viel zu niedrigen Verkaufspreis durch das damals noch von Bürgermeister Michael Ludwig geführten Wohnbauressort aufs Schärfste kritisiert. Besonders dubios ist der Umstand, dass der Sachverständiger, auf dessen Gutachten die Stadt Wien den VK-Preis von 13,9 Mio. Euro stützte, kurz zuvor auf demselben Areal ein mehrstöckiges Zinshaus für lediglich 500.000 Euro geradezu geschenkt bekommen hat. „Der Ausverkauf unserer Stadt wird von der rot-grünen Stadtregierung munter vorangetrieben. Den Schaden trägt wie immer der Steuerzahler“, fasst Guggenbichler zusammen.

Ob zudem die im Kaufvertrag festgeschriebene Zweckwidmung für eine Bildungseinrichtung durch die Zwangsversteigerung nach wie vor aufrecht ist oder ob die neuen Käufer das Areal jetzt sofort gewinnbringend zubetonieren können, bleibt offen. Manche glauben, dass diese Versteigerung von langer Hand geplant war, um sich der vertraglichen Zweckbindung zu entledigen und rasch hohe Gewinne lukrieren zu können.

Die FPÖ sieht mit Spannung den Ergebnissen der ihrer Information nach laufenden Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen „unbekannte Täter“ im Zusammenhang mit dem besonders günstigen Zinshaus entgegen. „Wir werden dran bleiben und wollen aufzeigen, wie die rot-grüne Stadtregierung die Millionen der Steuerzahler verschleudert. Wer davon profitiert, wird hoffentlich ans Tageslicht kommen“, so Guggenbichler abschließend.

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