4. Vienna Humanities Festival startet mit Agnes Heller am 26. September

"Unheil und Hoffnung" - 40 Events bei freiem Eintritt

Wenn die Union scheitert, wird Europa zwar eine Vergangenheit haben, aber keine Gegenwart und noch weniger eine Zukunft, es wird sich in ein Museum verwandeln.
Agnes Heller, Philosophin der Gegenwart

Wien (OTS) - „Unheil und Hoffnung“ – unter diesem Motto lädt das vierte Vienna Humanities Festival vom 26. bis 29. September wieder zu einem inspirierenden Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft, Kunst und Kultur. Bei freiem Eintritt finden an vier Tagen mehr als 40 Diskussionsveranstaltungen statt, welche die großen Fragen unserer Zeit – vom Klimawandel über die Krise der Demokratie bis hin zur künstlichen Intelligenz – verhandeln. Die Veranstalter des Festivals – das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Wien Museum und Time to Talk – rechnen auch in diesem Jahr mit mehr als 5.000 BesucherInnen.

Eröffnet wird das Festival am 26. September mit Ágnes Heller, der wohl bedeutendsten Philosophin der Gegenwart. Als Zeitzeugin und kritische Beobachterin hat sie alle politischen Systeme miterlebt, die uns heute beschäftigen: die beiden großen Totalitarismen, die Demokratie und jüngst den populistischen Antipluralismus. Zusammen mit IWM Permanent Fellow Ludger Hagedorn spricht sie auf der Bühne des Volkstheaters über ihr aktuelles Buch Paradox Europa, das ein Weckruf an Europa ist: „Wenn die Union scheitert, wird Europa zwar eine Vergangenheit haben, aber keine Gegenwart und noch weniger eine Zukunft, es wird sich in ein Museum verwandeln.“ Auf die Eröffnungsveranstaltung, die in Kooperation mit den Wiener Vorlesungen stattfindet, folgt am nächsten Abend eine hochkarätige Diskussion zum Thema „Social Networks or Social Nightmares?“ im Globe Wien in der Marx Halle. Auf dem Podium sind der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems (Kämpf um deine Daten), der gegen Facebook vor Gericht gezogen ist, der Publizist und Kritiker der neuen smarten Welt Evgeny Morozov (The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedom) sowie Roger McNamee, der nach seinen Erfahrungen als Mark Zuckerbergs Berater mit dem Buch Zucked: Waking Up to the Facebook Catastrophe für Schlagzeilen gesorgt hat. Die Debatte am 27. September findet in Kooperation mit der Vienna Contemporary und der ERSTE Stiftung statt und wird von Shalini Randeria, Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, moderiert.

Am Samstag und Sonntag verlagert sich das Festival rund um den Karlsplatz, wo im Wien Museum, der Evangelischen Schule, der Technischen Universität sowie im Stadtkino zeitgleich Diskussionen zu politischen, historischen, technologischen und gesellschaftlichen Themen stattfinden. Zu den prominenten Vortragenden zählen Leon Botstein, Michael Bünker, Cecily Corti, Iris Eisenberger, Misha Glenny, Ivan Krastev, Helga Kromp-Kolb, Josef Penninger, Ilija Trojanow, Nicola Werdenigg-Spieß, Max Zirngast u.v.m.

26.-29. September 2019
Unheil und Hoffnung – Viertes Vienna Humanities Festival
In deutscher und englischer Sprache
Programm und nähere Informationen: www.humanitiesfestival.at

26. September 2019, 19:00 Uhr, Volkstheater
Agnes Heller: Paradox Europa
Festivaleröffnung / Wiener Vorlesung
Eintritt frei / Ticket erforderlich: www.volkstheater.at

27. September 2019, 19:00 Uhr, Globe Wien, Marx Halle
Social Networks or Social Nightmares?
Podiumsdiskussion mit Max Schrems, Evgeny Morozov, Roger McNamee
In englischer Sprache
Eintritt frei / Details folgen

Rückfragen & Kontakt:

Marion Gollner, IWM
Tel: +43 1 313 58 – 207
e-mail: gollner@iwm.at

Angelika Seebacher, Wien Museum
Tel: +43 664 882 938 54
e-mail: angelika.seebacher@wienmuseum.at

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