Graz hat’s: Ideen von unsichtbaren Vogelschutzfolien bis zur Warmwasseraufbereitung für Schwellenländer

Graz (OTS) - Graz ist Hotspot grüner Technologie-Startups. Die frischen Ideen reichen von Eigenverbrauchsoptimierungen von Photovoltaikanlagen, Sensorik für Windkraft bis hin zu für das menschliche Auge unsichtbaren Vogelschutzfolien. Mehr als 40 Start-ups entwickeln im Green Tech Cluster Projekte für eine lebenswerte Zukunft. Damit ist der steirische Umwelttechnikcluster das größte Netzwerk grüner Start-ups in Österreich.

Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um auch für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Doch während viele noch am planen und diskutieren sind, setzen steirische Startups bereits eine Vielzahl an pfiffigen grünen Ideen um. Martin Schnitzer von „suntap“ hat den weltweit günstigsten solaren Warmwasseraufbereiter entwickelt. Das aufrollbare Gerät ist mit wenigen Handgriffen am Dach installiert und zielt insbesondere auf Schwellenländer ab. Diese stehen oft vor dem Problem, dass Strom und Gas unerschwinglich teuer sind, weshalb Mahlzeiten und Warmwasser hinter dem Haus am offenen Feuer gekocht werden. Dies trägt zur Luftverschmutzung bei und bedroht die Wälder in der Nähe der Siedlungen.

Die Gründerinnen Bettina Kain und Dominique Waddoup von „BirdShades“ entwickelten eine kostengünstige Vogelschutzfolie, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Das Geheimnis liegt in speziellen UV-Streifen, die nur von Vögeln wahrgenommen werden. Die Brisanz des Produkts zeigt ein Blick auf die Statistik: Allein in Wien verenden rund 50.000 Vögel pro Jahr durch Zusammenstöße mit Fenstern und Fassaden.

Vernetzung von Start-ups und Unternehmen

Graz ist der optimale Nährboden für grüne Startups. Der Green Tech Cluster mit seinen 200 Unternehmen bietet zahlreiche Initiativen, die den Jungunternehmen einen Wachstumsschub geben. Sinnbild dieses gemeinsamen Wachstums ist der Green Tech Hub Graz, in dem die Stadt Graz und der Green Tech Cluster Startups mit etablierten Unternehmen vernetzen. Für jedes Jungunternehmen wird der richtige Wachstumspartner aus dem Pool der Umwelttechnologieführer gesucht. Dieser bringt sich als Mentor mit seiner Zeit, sowie als Auftraggeber für ein gemeinsames Projekt ein. So reifen innovative Ideen schneller zu marktfähigen Produkten oder Dienstleistungen heran. Diese Initiativen im Green Tech Hub wurden nun auch mit dem Anerkennungspreis im Bereich „Co-Creation und Kooperation“ beim österreichischen Verwaltungspreis ausgezeichnet.

Internationale Expertise

Bei den Startup-Veranstaltungen des Clusters werden österreichweit Jungunternehmen nach Graz eingeladen. Dort erhalten sie Input von Experten, wie z. B. Ken Singer, dem „Startup-Macher“ der Universität Berkeley, und können dann im Anschluss ihre Ideen vor Unternehmen pitchen. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, direkt vor Ort Partner für grüne Projekte zu gewinnen.

Über den Green Tech Cluster

Der Green Tech Cluster initiiert grüne Innovationen und damit Wachstum in rund 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Der Cluster unterstützt mit F&E-Projektentwicklung, Technologietrends, Marktchancen sowie globalen Kontakten und hat im internationalen Vergleich für „exzellentes Clustermanagement“ die Höchstnote von 100 Punkten erhalten und führt damit die weltweite Liste von 1000 auditierten Clustern aus vier Kontinenten an.

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Green Tech Cluster
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