Betrug bei Bio-Kennzeichnungen stoppen – Konsumentenschutz mit Zertifizierung stärken!

Tierschutzvolksbegehren fordert von Wirtschaftskammer die Blockade aufzugeben und Bio-Standard als wichtigen Meilenstein zu schützen

Wien (OTS) - Die heute von Bio-Gastronomie und -Hotellerie, etwa von den "Bio-WirtInnen", geforderte verpflichtende Bio-Zertifizierung durch staatlich akkreditierte Kontrollstellen auch in Gastronomie & Hotellerie, wird vom Tierschutzvolksbegehren unterstützt. Wer sich entscheidet mit BIO zu werben, damit Vertrauensvorschuss und Zahlungsbereitschaft der Konsumenten nutzt, soll sich auch prüfen lassen müssen. Nur so ist sichergestellt, dass hohen Standards entsprochen und vorsätzliche Täuschungen unterbunden werden. Derzeit fehlt diese Verbindlichkeit, wodurch echten BIO-Betrieben ein wirtschaftlicher Schaden, der BIO-Branche ein Imageschaden und Konsumenten mitunter ein gesundheitlicher Schaden entsteht. Ein unhaltbarer Zustand.

„Wo BIO draufsteht, muss auch verlässlich BIO drin sein. Es ist inakzeptabel, dass Trittbrettfahrer Konsumenten darüber täuschen. Wir wehren uns gemeinsam mit den echten BIO-Betrieben dagegen, dass konventionelle Ware unter einem nicht geprüften BIO-Label angeboten werden kann. Der BIO-Standard erfüllt viele Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens und sollte daher besser geschützt und in seiner Verbreitung dadurch gefördert werden“ so TSVB-Geschäftsführer Sebastian Bohrn Mena.

Bio-Lebensmittel sind tier-, umwelt- und klimafreundlicher

Biologisch erzeugte Lebensmittel sind tierfreundlicher, so ist etwa das Töten der männlichen Küken ebenso verboten wie der Einsatz genmanipulierter Futtermittel, die Bedingungen bei Platz, Licht & Komfort sind besser. Sie sind aber auch umwelt- und klimaschonender, was gerade angesichts von Artensterben und Klimakrise immer wichtiger wird. So spart die Bio-Produktion in Österreich jährlich 180.000 Tonnen an CO2 ein und ist weniger schädlich für Gewässer und Böden.

Bislang blockiert die Wirtschaftskammer das Anliegen der Bio-Betriebe, denen durch die Trittbrettfahrer ein großer wirtschaftlichen Schaden entsteht. Denn BIO-Betriebe investieren viel Zeit und Geld in die Erreichung der höheren Standards, um für die Konsumenten die beste Qualität anzubieten. Die gesamte BIO-Branche gerät in Verruf, wenn am Point-of-Sale die Beliebigkeit gelebt wird und Konsumenten keine Sicherheit darüber haben, was letztlich auf ihrem Teller landet. So werden alle Verbesserungs-Bemühungen ad absurdum geführt.

„Wir können in Österreich stolz auf unsere BIO-Betriebe sein und sollten ihnen jede erdenkliche Förderung zukommen lassen – im Sinne der Tiere, der Umwelt und der Gesundheit. Dabei darf es aber nicht bei Sonntagsreden bleiben, sondern muss sich auch in solchen konkreten Schutzmaßnahmen wiederspiegeln. Wieso unterstützt die Wirtschaftskammer aber dann die vorsätzliche Täuschung? Wenn man das ernst nimmt, dann müssen Intransparenz und Greenwashing aufhören“ so Bohrn Mena.

Rückfragen & Kontakt:

Tierschutzvolksbegehren: +43 660 703 88 64
verein@tierschutzvolksbegehren.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TIV0001