53. Wiener Gemeinderat: Rechnungsabschluss 2018 (22)

Spezialdebatte Kultur und Wissenschaft

Wien (OTS/RK) - GRin Katharina Schinner (SPÖ) stellte fest, dass das MUSA mit seiner zeitgenössischen Kunst „ein Leuchtturm der Stadt“ sei. Der Kunst im öffentlichen Raum (KÖR) sei es gelungen, Kunst niederschwellig für alle Menschen zugänglich zu machen und damit „öffentliche Räume zu beleben“. „Ganz wesentlich“ sei auch die Unterstützung der Stadt für den Bereich Film, insgesamt 64 Filmproduktionen seien 2018 gefördert worden. Mit dieser Unterstützung sei es gelungen, „den Ruf Wiens als Filmstadt zu verbessern“. Über die neue künstlerische Leitung des Volkstheaters zeigte sie sich „sehr erfreut“, denn der neue Intendant Kay Voges sei „fantastischer Verbündeter, der mit seiner großen Erfahrung das Volkstheater weiterentwickeln wird“. Für Schinner sei „die Kunst und Kultur ein wesentlicher Brückenbauer zu vielen Themen in einer kreativen Stadt“.

GR Dipl-Ing. Dr. Stefan Gara (NEOS) forderte, dass Wien sich anstelle einer Digitalhauptstadt „zur Innovationshauptstadt Europas“ entwickeln solle. „Die Architektur der Kulturbauten der Stadt muss klimasensibel gestaltet werden, denn damit würden wichtige Denkmäler der gerade stattfinden Transformation geschaffen“. Diesbezüglich brachte er einen Antrag ein.

GR Dr. Gerhard Schmid (SPÖ) sah in Kunst und Kultur „Elemente eines Biotops, das in Wechselwirkung mit Wissenschaft und Wirtschaft das Leben der Menschen erleichtert“. Ein wesentlicher Erfolg für die „Wissensstadt Wien“ sei es gewesen, dass die Central European University (CEU) hierher geholt worden sei. „Dies hat weltweit Beachtung gefunden und war ein deutliches Zeichen für die Offenheit Wiens“, so Schmid. Wichtig für die „wichtige Rolle der Kultur“ seien auch „die mannigfaltigen Instrumente der Stadt“, die „den Standort abrunden und viel zur Qualität unserer Gesellschaft beitragen“.

StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) freute sich über das „Bekenntnis von allen Seiten – auch der Opposition - zu Kunst, Kultur und Wissenschaft“ und zog das Fazit, dass das Budget des Ressorts von 238 Millionen Euro eingehalten worden sei. „Obwohl das Kulturbudget nur 1,7 Prozent des Gesamtbudgets der Stadt ausmacht, ist es ein wesentlicher sozialer und wirtschaftlicher Faktor für Wien“, so die Stadträtin. Denn Wien habe „gegenüber anderen Städten die Pole Position als Kulturstadt inne“. Diese Ausgangslage sei aber kein „Selbstläufer“, sondern müsse gemeinsam weiterentwickelt werden. „Nicht nur im Premiumsektor, auch in den Bezirken und auch im internationalen Umfeld müssen unsere Anstrengungen ständig weiter gehen, um dieses Niveau zu halten“, sagte Kaup-Hasler. Die rund 5.000 Förderungs-Anträge, die jährlich an ihr Ressort gestellt würden, „zeigen auch die vielfältige Stadt“. Die größten Baustellen in ihrem Bereich sah die Stadträtin vor allem im Bereich der wirtschaftlichen Unsicherheit für Künstlerinnen und Künstler. „Die Stadt Wien wird das Netz stärken und weiter Initiativen setzen, denn die wachsende Stadt braucht Kultur, Kunst und Wissenschaft, um dem Wachstum richtig zu begegnen“. Auch der Bereich der Digitalen Entwicklung müsse besser kommuniziert werden, damit „den Menschen die Ängste genommen“ würden. Über 90 Prozent der Wienerinnen und Wiener seien „mit dem Kulturangebot der Stadt zufrieden“, doch dieser Zuspruch sei „kein Ruhekissen“ für ihr Ressort. Es gelte das Fördersystem „fit für die Zukunft“ zu machen und damit das Leben der KünstlerInnen sozial besser abzusichern. Auch der freie Zugang zu Kulturveranstaltungen sei ein wesentlicher Faktor, damit „auch junge Menschen in Kontakt mit Kultur kommen“. (Forts.) nic

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