Wöginger und Hofer: Bonussystem für Betriebe die Freiwillige beschäftigen!

ÖVP-Freiwilligensprecher Andreas Hanger kritisiert SPÖ-Vorschlag scharf

Wien (OTS) - "Es soll ein Bonussystem für Unternehmen geben, die ehrenamtliche Mitarbeiter von Einsatzorganisationen bei Großschadensereignissen vom Dienst freistellen und das Gehalt freiwillig fortzahlen", das betonen heute ÖVP-Klubobmann August Wöginger und FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer. Die Einigung im Detail: Sobald ein Großschadensereignis vorliegt, können Unternehmer in der Privatwirtschaft ihre Mitarbeiter für freiwillige Arbeiten im Katastrophenfall freistellen.

"Die Mitarbeiter bekommen ihre Entgeltfortzahlung weiterhin. Die Unternehmer erhalten pro Tag und Mitarbeiter, der Freiwilligendienste leistet, 200 Euro – das sind acht Stunden zu je 25 Euro - als Pauschale rückvergütet", so Wöginger. "Ausgezahlt wird diese Einsatzprämie vom Katastrophenfonds. Der Bund soll den Ländern die Einsatzprämie im Rahmen des Katastrophenfonds abgelten", ergänzt FPÖ-Freiwilligensprecher Walter Rosenkranz, selbst Feuerwehrjurist.

ÖVP und FPÖ wollen hier eine gesetzliche Regelung schaffen und werden dazu einen Abänderungsantrag im kommenden Plenum einbringen. Wöginger: "Diese Einigung stärkt das Ehrenamt und bringt bei Großschäden eine Unterstützung für die Einsatzorganisationen." Grundlage dafür sei ein Vorschlag des Bundesfeuerwehrverbandes, der für alle Einsatzorganisationen im Katastrophenschutz angewendet werden solle.

Der Hintergrund: Die rund drei Millionen ehrenamtlich tätigen Österreicherinnen und Österreicher stellen rund 720 Millionen Stunden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Verfügung. Österreich ist damit an der Weltspitze.

"Ohne die Freiwilligenarbeit würde der Katastrophenschutz in Österreich zusammenbrechen. Wir würdigen mit dieser Maßnahme nicht nur die Arbeit der freiwilligen Helfer, sondern geben ihnen damit auch einen konkreten Gegenwert", erklärt Hofer.

"Ein von der SPÖ eingebrachter Antrag auf Entgeltfortzahlung für Freiwillige würde das österreichische Erfolgsmodell in Frage stellen. Zudem würden dadurch enorme Kosten auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr zukommen. Die SPÖ übersieht, dass sich viele Menschen in Österreich nicht des Geldes wegen engagieren, sondern aus voller Überzeugung für andere Menschen da sein wollen. Das wollen wir mit dem von uns vorgelegten Modell des Bonussystems unterstützen", so ÖVP-Freiwilligensprecher Andreas Hanger abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001