AK zum Klimavolksbegehren: „Klimaschutz gelingt, wenn er sozial verantwortlich gemacht wird.“

Wien (OTS) - „Klimaschutz geht alle an und muss sozial gerecht gestaltet werden“, sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Silvia Leodolter. anlässlich des heute vorgestellten Klimavolksbegehrens. „Dabei ist wichtig, dass möglichst viele Menschen beim Thema Klimaschutz mitgenommen werden, denn Klimaschutz ist eine soziale und demokratiepolitische Herausforderung. Das geht nur mit den Beschäftigten, nicht gegen sie“, so Leodolter. „Die Klimakrise wird eine entscheidende Verteilungsfrage der nächsten Jahre werden. Die notwendigen Schritte werden nur dann von den Menschen akzeptiert, wenn sie sozial gerecht gestaltet werden.“

Die Klimaveränderungen verursachen bereits heute hohe Schäden, die Menschen in den Städten leiden unter Hitze und Luftverschmutzung, gleichzeitig entstehen immer höhere Folgekosten in der Landwirtschaft. „Wer die Klimaziele nicht einhält, muss Milliarden an Strafe zahlen. Das Geld sollte viel besser jetzt in einen wirksamen und sozial ausgewogenen Klimaschutz in Österreich investiert werden“, so Leodolter. Angesichts möglicher Strafzahlungen von bis zu 6,6 Milliarden Euro für nicht eingehalte-ne Klimaziele fordert die AK einen Investitionsschub für den Klimaschutz, insbesondere beim Ausbau leistbarer Öffis, thermischer Sanierung, Austausch fossiler Heizungen oder von mehr Photovoltaik. Leodolter: „Wir müssen in den Klimaschutz investieren, statt Strafzahlungen zu riskieren.“
Mit Investitionen von 6,6 Milliarden Euro könnte man das Angebot des Schienennahverkehrs in Österreich für die nächsten fünf Jahre verdoppeln.
Mit 6,6 Milliarden Euro könnten allein 40.000 neue Zugverbindungen im Nahverkehr finanziert werden. Das wären insgesamt 660 Millionen neue Zugkilometer.
Mit 6,6 Milliarden Euro könnte man 550 neue Railjets oder 190 Kilometer neue S-Bahn-Trassen finanzieren.
Mit 6,6 Milliarden Euro könnten alle 1,4 Millionen Familien mit Kindern für 2,5 Jahre gratis Bahnfahren mit einer „Österreich-Card Familie“.
Mit 6,6 Milliarden Euro können 550.000 kleine Photovoltaik-Anlagen installiert werden.
Mit 6,6 Milliarden Euro könnten rund 300.000 Pelletheizungen finanziert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Ute Bösinger
(+43-1) 501 65-12779
ute.boesinger@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004