Islam-Zeugnis-Misere des Bildungsministeriums geht in die Verlängerung.

Ministerium versucht von Unzulänglichkeiten abzulenken.

Wien (OTS) - "Frau Ministerin machen Sie Ihre Hausaufgaben vollständig und überschütten Sie unsere Schulen nicht mit administrativem Mehraufwand", fordert der sozialdemokratische LehrerInnenvertreter Thomas Bulant. "Ihre Verordnung ist unvollständig, da Sie die Schulen nicht anleiten, wie pro Kind die zutreffende islamische Glaubensrichtung sunnitisch, schiitisch oder alewitisch in Kürze eruiert werden kann und datenschutzrechtliche Verletzungen vermieden werden können." Laut Bulant wurde bisher bei den Schuleinschreibungen nur "islamisch" als religiöses Bekenntnis und nie die Differenzierungen innerhalb des Islams erhoben. Das Hick-Hack mit Wien könne sie sich ersparen, denn der Vermerk der Religion am Zeugnis ist ein österreichweites Problem geworden. OÖ war zuletzt Opfer der chaotischen Planung des BMBWF. Die letzten Schulnachrichten mussten einen Tag vor den Semesterferien aus ähnlichen Gründen korrigiert werden.

Bulant fordert nun eine rasche Entscheidung des Ministeriums, da der kommende Freitag Zeugnistag im Osten ist. "Und diese Entscheidung kann nur die Aussetzung der kritisierten Verordnung und eine Nachdenkpause sein, denn derzeit gibt es nur Verlierer. Die IGGÖ ist mit dem angeblichen Kompromiss nicht einverstanden. Die Lehrer/innen und Leiter/innen klagen über den skandalösen Umgang mit ihren zeitlichen Ressourcen - und den Schüler/innen wird aufgrund der verständlichen Unruhe an den Schulen die letzte Schulwoche verdorben."

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MMag. Dr. Thomas Bulant
SLÖ-Vorsitzender
FSG-Vorsitzender in der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer/innen
Tel.: +43 699 19413999
Mail: thomas.bulant@apsfsg.at

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