Oö. Volksblatt: "Akuter Pflegebedarf" (von Harald ENGELSBERGER)

Ausgabe vom 24. Juni 2019

Linz (OTS) - Sobald Sebastian Kurz und seine Volkspartei einen Vorstoß zur Lösung eines offensichtlich vorhandenen Problems konkretisieren, ist die erste Reaktion der politischen Mitbewerber meist brüske Ablehnung. Für SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist es sowieso der „falsche Weg“. Und auch die FPÖ reiht sich in alter Oppositionsmanier wieder auffällig oft in den Reigen der notorischen Nein-Sager ein. Im aktuellen Fall geht es um die Einführung einer Pflegeversicherung, damit die Finanzierbarkeit des Systems gewährleistet bleibt.
Die reflexartig ablehnenden Wortspenden erfolgen, ohne Einzelheiten des Planes zu kennen. Die will Kurz erst heute mit ÖVP-Frauenchefin Juliane Bogner-Strauß und Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec präsentieren. Man darf gespannt sein, wie der akute Pflegebedarf einer alternden Gesellschaft finanziert werden kann, ohne die Steuerzahler zu belasten. Daher sollte man sich vorab die Ideen anhören und dann gemeinsam Lösungen erarbeiten.
Unbestritten ist jedenfalls, dass eine Lösung gefunden werden muss, denn schon in 20 Jahren wird sich die Zahl der Hochbetagten (85+) allein in Oberösterreich von heute 37.000 auf 70.000 fast verdoppeln. Und 2040 ist nicht so weit weg, als dass man sich zurücklehnen und tatenlos darauf warten könnte, was passiert.

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