Zadic/JETZT zum Weltflüchtlingstag: Bestürzt über ein weiteres Rekordjahr bei Flüchtlingen

JETZT: Aufruf zu mehr Solidarität und Menschlichkeit

Wien (OTS) - Wie der jährliche UNHCR-Statistik-Bericht aufzeigt befinden sich rund 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor – und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Während in Österreich die Asylanträge sinken, sind weltweit immer mehr Menschen auf der Flucht. Jeder zweite Flüchtling ist ein Kind (jünger als 18 Jahre). 111.000 Kinder sind von ihren Familien getrennt.

In Österreich - wie in den meisten EU-Staaten - ist die Zahl der Asylanträge 2018 erneut gesunken, und liegt bei 13.746 Anträgen. Somit bewegen sich die Asylanträge in Österreich auf einem ähnlichen Niveau wie vor zehn Jahren. Die meisten Flüchtlinge und Vertriebenen finden in ihren unmittelbaren Nachbarländern Schutz. „Wir dürfen einzelne Länder in der Asylfrage nicht alleine lassen. Daher braucht es einen echten und aufrichtigen Einsatz Österreichs und der Europäischen Union bei der vielzitierten Hilfe vor Ort“, betont Alma Zadic, Menschenrechtssprecherin von JETZT, und führt weiter aus: „Der Weltflüchtlingstag ist ein guter Anlass, sich daran zu erinnern, warum Menschen flüchten. Flucht ist in erster Linie eine Überlebensstrategie, wenn das Leben vor Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder Hunger bedroht ist. Niemand verlässt seine Heimat ohne einen triftigen Grund.“

„Seit Jahrzehnten wird nach einer gemeinsamen europäischen Lösung gesucht, die an der Kurzsichtigkeit einzelner europäischer Staaten scheitert. Eine Reform des europäischen Asylsystems ist unabdingbar. Es braucht dringend geordnete und kontrollierte Fluchtmöglichkeiten, damit sich Menschen nicht in die Hände von Schleppern und lebensgefährliche Fluchtrouten begeben. Ein solidarischer, humanitärer und professioneller Umgang mit geflüchteten Menschen innerhalb der EU ist notwendig. Nicht der Missbrauch dieses emotionsgeladenen Themas für politische Zwecke, sondern dessen Lösung muss im Vordergrund stehen“, betont Zadic.

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