„Aufgetischt: Das Thayatal“ am 20. Juni in ORF 2

Vom ehemaligen Grenzland zum grenzüberschreitenden Nationalpark

Wien (OTS) - „Aufgetischt“ entdeckt am Donnerstag, dem 20. Juni 2019, um 18.05 Uhr in ORF 2 die kulturelle, landschaftliche und kulinarische Vielfalt des Thayatals: Im nördlichen Waldviertel mäandert die Thaya durch Blätter- und Nadelwälder, vorbei an auf Felsen thronenden Burgen, Schlössern und Ruinen. 44 Jahre lang, vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1989, war hier das Ende der westlichen Welt, die durch den Eisernen Vorhang abgeriegelte Grenze zu den Staaten des Warschauer Paktes. Ein Vorzimmer des Niemandslandes, das in Form eines grünen Bandes Europa in zwei Teile spaltete. Heute verzaubern dort Natur und Artenvielfalt, die sich in der menschenleeren Sperrzone ungestört entfalten konnten. In einem grenzüberschreitenden Naturschutzprojekt, dem Nationalpark Thayatal, den Tschechien und Österreich gemeinsam betreiben. Wildnis ist erwünscht und wird u. a. von der ausgestorben geglaubten Wildkatze geschätzt.

In den 1970er Jahren begann der Müller Peter Dyk damit, Bauern aus der Umgebung zu überreden, keine Spritzmittel mehr einzusetzen. Heute produziert seine Tochter Lisa in ihrer Raabser Mühle eine breite Palette an Biomehl, unterstützt von Johannes Trinkl, einem ehemaligen Banker, der die Ruhe des Walviertels und wildes Motorengeheul gleichermaßen schätzt.

Francesca Pilati, eine italienische Gräfin, hat es der Liebe wegen ins Grenzland an der Thaya verschlagen. Sie sammelt Kunst und Kunsthandwerk, Wäsche und Parfumflakons – inspiriert dazu hat sie einst ein enger Freund, der Maler Ernst Fuchs. Der junge Kaffeeröster Bernd Salat experimentiert mit Möglichkeiten aus Pflanzen, die im Waldviertel vorkommen, Kaffee herzustellen. Wenn er nicht in seiner zur Rösterei umgebauten Garage arbeitet, bestimmt Musik sein Leben. Eigenkompositionen nimmt Bernd Salat in seinem Wintergarten auf, Schicht für Schicht, indem er alle Instrumente – vom Cello bis zum Klavier – selbst einspielt.

Im Gasthaus Failler „Zum goldenen Lamm“ in Drosendorf kredenzt Lisi Failler, seit mehreren Jahrzehnten eine kulinarische Legende in der Gegend, gemeinsam mit ihrem Lehrling Mathias Blazek Huhn mit Mandeln und Marsalasauce sowie Grießpudding zum Dessert.

Der Film von Katharina Heigl ist eine Koproduktion von SATEL Film und ORF, gefördert vom Fernsehfonds Austria, Land Niederösterreich und Filmfonds Wien, unterstützt von Waldviertel Tourismus.

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