Bei den Bürgermeistern im Lungau ist die Klimakrise noch nicht angekommen

Aufschieben der Energiewende verschärft den Klimawandel

St. Pölten (OTS) - Mit Bedauern stellt die IG Windkraft fest, dass die Gemeindevertreter des Lungaus mit der gestrigen Abstimmung die Energiewende auf die lange Bank geschoben haben. „Damit hat der Klimaschutz in Salzburg einen starken Dämpfer bekommen“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Nun ist die Salzburger Landespolitik gefordert, die gestoppte Energiewende schnell wieder in Schwung zu bekommen und für passende Rahmenbedingungen zu sorgen.“

Gestern haben die Gemeinden im Lungau sich gegen den Klimaschutz und für das Aufschieben der Energiewende entschieden. Bei einer Abstimmung des Regionalverbandes hat die Mehrheit der Bürgermeister der 15 Lungauer Gemeinden für ein weiteres Aufschieben des Windkraftausbaus im Lungau gestimmt. Lediglich 3 Gemeinden (Weißpriach, Unternberg und Zederhaus) haben den Ernst der Lage verstanden, den die Klimakrise mit sich bringt, und sich für die Windenergie ausgesprochen. „Dies ist insofern bedauerlich, da wir in den nächsten zehn Jahren die Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt haben müssen“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und führt weiter aus: „Mit dieser Entscheidung verlieren wir wieder wertvolle Zeit, diesem Ziel näher zu kommen. Dies ist insofern enttäuschend, weil rund zwei Drittel der Lungauer Bevölkerung sich klar für den Windkraftausbau ausspricht. Ein 10-jähriges Moratorium ist aus Klimaschutzsicht eine Katastrophe.“

300 Windräder bis 2030 in Bundesländern in Westösterreich

Damit wir das Ziel einer vollständigen erneuerbaren Stromversorgung erreichen können, müssen auch die Bundesländer im Westen Österreichs mit der Energiewende beginnen. Bis 2030 müssen in diesen Bundesländern (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) in Summe rund 300 Anlagen mit 1000MW Windkraftleistung errichtet sein. „Alleine in der Steiermark konnten mit klaren Rahmen-bedingungen in den letzten sieben Jahren 85 Wind-kraftanlagen errichtet werden,“ so Moidl. „Oder am Beispiel Burgenland, dass innerhalb von einem guten Jahrzehnt genau diese Windkraftleistung in nur einem kleinen Bundesland errichtet hat, zeigt sich das dies sehr wohl möglich ist“, erklärt Moidl. „Was es dazu braucht, sind allerdings klare politische Ziele und Vorgaben, anstatt Nachdenkpausen und Moratorien so wie jetzt im Lungau.“

Salzburger Landespolitik ist jetzt gefordert

Damit die Energiewende in Salzburg nicht mehrere Jahre zum Stillstand kommt, ist nun die Landespolitik gefordert hier rasch klare Rahmenbedingungen vorzugeben, in welchen Regionen die erneuerbaren Kraftwerke bis 2030 errichtet werden können. „Von landespolitischer Ebene müssen jene Gemeinden unterstützt werden, die führend bei der Energiewende und dem Klimaschutz sein möchten. Aktuell werden diesen nur Prügel zwischen die Beine geworfen. Wir haben keine Zeit mehr die Energiewende weiter auf die lange Bank zu schieben“, bemerkt Moidl und ergänzt abschließend: „Jetzt braucht es klare und ambitionierte Rahmenbedingungen damit der Klimaschutz auch gelingen kann.“

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