Tiertransporte – Androsch fordert Übergansregierung auf, Rechtsansicht der türkis-blauen Koalition zurückzunehmen

„Tierleid muss verhindert werden“ – ÖVP-FPÖ „ist Allianz gegen Tierschutz“ – SPÖ-Forderung nach mehr Kontrollen bei Tiertransporten und Strafen für „schwarze Schafe“

Wien (OTS/SK) - Scharfe Kritik an der Neuinterpretation der EU-Verordnungen von Tiertransporten übte heute, Samstag, SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androsch. Einem Bericht des gestrigen „Standards“ zufolge ist es seit neuestem Praxis, das Ver- und Entladen der Tiere bei der maximal zulässigen Transportzeit nicht mehr dazuzuzählen. „Diese neue Praxis ist absolut inakzeptabel“, kritisiert Androsch, da „gerade bei den heißen Temperaturen im Hochsommer die Transportzeit um mehrere Stunden verlängert wird“. Androsch fordert die neue Expertenregierung auf, „die Rechtsansicht, die aus der Zeit der türkis-blauen Regierung stammt, zurückzunehmen und unnötiges Tierleid zu unterbinden“.

Die EU-Verordnung aus dem Jahr 2005 unterscheidet eindeutig zwischen dem „Transport“ und der „Beförderung“ von Tieren: Während der „Transport“ mit dem Verladen der Tiere beginne und dem Entladen ende, werde jetzt bei der „Beförderung“ nur die Fahrtzeit einberechnet, so Androsch. Diese europäische Tierschutz-Verordnung „vom Kopf auf den Fuß zu stellen ist skandalös, da die maximal zulässige Transportzeit um mehrere Stunden ausgedehnt werden kann“, sagte Androsch.

Türkis-Blau „ist eine Allianz gegen den Tierschutz“, kritisierte Androsch die ehemalige ÖVP/FPÖ-Koalition und Ex-Tierschutzministerin Hartinger-Klein, die entgegen allen Beteuerungen „nichts für den Tierschutz übrig hatten“. Dass diese Politik der Konzerninteressen jetzt weitergeführt werde, sei daher wenig verwunderlich: „Bis heute wurden alle Anträge, die entweder eine Reduktion von Tiertransporten oder mehr Kontrollen zum Ziel hatten, von ÖVP und FPÖ abgelehnt“, so der SPÖ-Tierschutzsprecher. Androsch verwies dabei etwa auf die Anträge der SPÖ nach der Einsetzung einer Task-Force, einem Reduktionsplan, um Tiertransporte auf ein nötiges Minimum zu beschränken, sowie die Forderung nach harten Konsequenzen für jene „schwarzen Schafe“, die sich nicht an Tierschutzbestimmungen halten.

„Tierschutz ist Menschenschutz“ unterstrich Androsch seine Forderungen nach einem humanen Umgang mit allen Lebewesen. Androsch setzt dabei auf die neue Regierung, „um Tierleid beim Transport gemeinsam effektiv zu verhindern“. (Schluss) ls

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