„Orientierung“ über Brasiliens Indigene und die Amazonas-Synode

Am 16. Juni um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 16. Juni 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Grüne Lunge in Gefahr: Brasiliens Indigene und die Amazonas-Synode

„Lasst uns die Reichtümer, die Gott uns gegeben hat, zum Wohle unserer Bevölkerung nutzen“ – mit diesen und ähnlichen Worten bringt Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro zum Ausdruck, wie er über den Schutz des Regenwaldes denkt: Die Abholzung soll weitergehen, die wirtschaftliche Nutzung der „grünen Lunge der Welt“ steht im Vordergrund. Übergriffe auf indigene Bevölkerungsgruppen haben seit dem Amtsantritt von Bolsonaro zugenommen, die weitflächige Rodung des Amazonas-Waldes entzieht Indigenen ihre Existenzgrundlage, die Gefährdung des Weltklimas steigt. Auf diese wachsenden Probleme weist auch die römisch-katholische Kirche im Vorfeld der sogenannten Amazonas-Synode hin, die im Oktober stattfinden wird. Und sie wird auch mit Fragen von Indigenen direkt konfrontiert, die sich mehr Respekt von Seiten der katholischen Kirche für ihre Traditionen wünschen. Ein „Orientierung“-Team hat am Urupadi, einem Zufluss des Amazonas, die Volksgruppe der Sateré-Mawé besucht. Bericht: Detlef Urban.

Priestermangel, Frauenrolle, Ökologie: Stimmen vor der Synode

Mit Spannung wird die für Anfang Oktober geplante Amazonas-Synode auch in den Kreisen kirchlicher Würdenträger erwartet. Und so sind Dutzende Kardinäle, Bischöfe und Ordensleute vor wenigen Wochen zu einem Treffen in Rom zusammengekommen, um den Fahrplan der großen Synode enger abzustecken und über anstehende Themen zu sprechen: Da geht es einerseits um Fragen der kirchlichen Hierarchie und damit auch um den grassierenden Priestermangel sowie die Rolle der Frau. Andererseits steht eine ganzheitliche Ökologie im Zentrum der Diskussion. Denn das größte Fließgewässersystem der Erde ist bedroht. Und damit auch die Bewohner/innen dieses riesigen Gebietes: 35 Millionen Menschen leben in der Amazonas-Region – darunter drei Millionen Indigene. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

„Ein freier Geist“: 500-Jahr-Gedenken an Reformator Zwingli

Es war im Jahr 1519 – zwei Jahre nach Martin Luther – als die „Zürcher Reformation“, vorangetrieben von Huldrych Zwingli, ihren Ausgang nahm: Gegen den Ablasshandel des Vatikans trat er auf, gegen „Prunk und frommen Schein“ – teilweise auch mit Gewalt. An das und viel mehr wird in Zürich in diesen Monaten – anlässlich des 500-Jahr-Gedenkens – erinnert: an die reformatorische Überzeugung, die Bibel könne einen „Weg zur Freiheit“ zeigen, an das soziale Engagement Zwinglis und seiner Mitstreiter – aber auch an die Verfolgung der Glaubensgemeinschaft der Täufer, die von Reformierten maßgeblich mitgetragen wurde. Bericht: Marcus Marschalek, Marietta Trendl.

Die anderen Araber: Israels arabische Juden suchen Identität

Rund neun Millionen Einwohner/innen zählt der Staat Israel heute. Und fast die Hälfte der Bevölkerung, so schätzt man, hat Vorfahren aus arabischen – mehrheitlich muslimischen – Ländern wie etwa Marokko, Ägypten oder Tunesien. „Mizrahim“ („aus dem Osten“) werden diese Israelis im Gegensatz zu den aus Mittel- und Ost-Europa stammenden „Aschkenasim“ genannt. Die Frage, wie das nun zusammenpasse – Jude und Araber zu sein –, beschäftigt heute auch die mittlerweile erwachsenen Kinder und Enkelkinder von Einwanderern. Als diskriminiert, von einer aschkenasischen, pro-europäisch geprägten Elite bevormundet, erleben sich nicht wenige – abgeschnitten von Sitten und Gebräuchen ihrer Ahnen, die nach den Jahren der Gründung des Staates Israel 1948 zu Hunderttausenden ihre alten Heimatländer – mehr oder weniger freiwillig – verließen. Ein „Orientierung“-Team hat sich unter jungen Mizrahi-Juden und -Jüdinnen umgehört, die sich auf der Suche nach ihren meist arabischen Wurzeln – und im Kampf um ihre eigene Identität – mit der Kultur ihrer Eltern- und Großelterngeneration auseinandergesetzt haben. Bericht: Fernando Romero-Forsthuber.

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