Anderl: „Wir kämpfen für eine faire Arbeitswelt ohne Benachteiligung und Diskriminierung“

Die Arbeiterkammer ist auf der EuroPride in Wien vertreten

Wien (OTS) - Die AK will mit ihrer Unterstützung der EuroPride ein starkes Zeichen für Solidarität, Akzeptanz und Gleichberechtigung setzen. „Als Arbeiterkammer kämpfen wir seit vielen Jahren für eine faire Arbeitswelt ohne Benachteiligung und Diskriminierung“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Es ist uns dabei auch wichtig, dass die Betroffenen wissen, dass wir für sie da sind, wenn jemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder Identität schlechter behandelt oder sexuell belästigt wird. Dafür gibt es in der AK Rat und Hilfe – nötigenfalls auch rechtliche Vertretung vor Gericht.“

Laut Schätzungen sind fünf bis zehn Prozent der Beschäftigten homosexuell oder passen nicht in die Kategorie Mann/Frau. Wie die erste große Studie zu Homosexualität und sexueller Identität am Arbeitsplatz in Österreich deutlich zeigt, sind sie Diskriminierungen ausgesetzt. Obwohl die Mehrheit der homosexuellen Beschäftigten sich zumindest auf Nachfrage zu erkennen gibt, verstecken sich zwei von zehn Menschen an ihrem Arbeitsplatz aus Angst vor Benachteiligung oder sozialer Ächtung.

„Wir verbringen viel Zeit am Arbeitsplatz – und dort ist man nie nur Arbeitskraft, sondern immer auch Mensch. Niemand soll sich dafür verstecken müssen, wer er oder sie ist oder wen man liebt“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

Die Studie zeigt auch, dass Ängste vor Nachteilen nicht aus der Luft gegriffen sind: Vier von zehn homo-, trans- oder intersexuellen Beschäftigten waren schon von Tuscheln, übler Nachrede oder obszönen Witzen betroffen. Einer von fünf hat schon einmal den Job gekündigt, weil es unerträglich wurde – einer von sechs hat den Job gleich gar nicht bekommen. Trans* und Intersex*Personen sind besonders massiv von Diskriminierungen betroffen.

Unter dem Motto „Pride at Work“ sind AK und ÖGB mit einem Standplatz am Wiener Rathausplatz sicht- und ansprechbar. Bei der Eröffnung der Regenbogen-Parade am 15. Juni, wird auch AK Präsidentin Renate Anderl eine Rede halten.

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