Tag der Kleinwasserkraft macht Bedeutung sichtbar! Wichtige Maßnahmen sofort ergreifen.

Rund 50 Kraftwerke und Betriebe beteiligen sich am 14. und 15. Juni am Tag der Kleinwasserkraft 2019.

Wien (OTS) - Zum zweiten Mal findet auf Initiative des Vereins Kleinwasserkraft Österreich am 14. und 15. Juni der österreichweite „Tag der Kleinwasserkraft“ statt. An diesen Tagen präsentieren sich rund 50 Kleinwasserkraftwerke sowie einige Produktionsbetriebe in allen Bundesländern der Öffentlichkeit. Ab 10:00 Uhr werden Betreiberinnen und Betreiber für Führungen, Auskünfte und Informationen rund um die Kleinwasserkraft zur Verfügung stehen. Auch Wissenswertes über deren Geschichte und die Nutzung der Wasserkraft im Allgemeinen werden vermittelt.

Viele Standorte bieten dabei auch Führungen speziell für Schulklassen und weitere interessante Aktivitäten. Von einem Radwandertag über Konzerte bis hin zum Testen von aktuellen Elektroautos spannt sich das vielfältige Programm. So bieten die Betreiberinnen und Betreiben einen abwechslungsreichen und interessanten Tag für alle Gäste.

Sie machen so die Bedeutung der Kleinwasserkraft sichtbar, und weisen so sowohl auf die großen Herausforderungen für die Branche, als auch auf den großen Nutzen der Kleinwasserkraft für die Energiewende hin.

Für die Besucherinnen und Besucher finden zudem ein Fotowettbewerb sowie ein Malwettbewerb zum Thema Kleinwasserkraft statt. Sämtliche Infos sowie eine interaktive Karte aller teilnehmenden Kraftwerke und Betriebe werden unter www.tagderkleinwasserkraft.at zur Verfügung gestellt.

Fotowettbewerb powered by www.alpenenergie.at

1. Preis Brompton Faltrad (im Wert von ~1.300,-)

1.-5. Preis: jeweils 4.000 kWh klimafreundlichen Ökostrom aus einem Alpenenergie Kleinwasserkraftwerk freier Wahl freier Wahl!

Malwettbewerb

Gewinne 3 x 1 Kinderscooter

Notwendige Maßnahmen

Eine große Herausforderung für die Kleinwasserkraft Branche ist vor allem die nach wie vor existierende massive Marktverzerrung, die durch direkte und indirekte Subventionen für fossile und atomare Stromproduktion verursacht werden. Diese wirkt zudem negativ auf die Volkswirtschaft und das Klima. Die Beendigung kontraproduktiver Subventionen in fossile Energieträger muss also genauso umgehend erfolgen, wie vorerst weiterhin Ausgleichsmaßnahmen notwendig sind.

Aber auch ökologische Maßnahmen, denen keine entsprechenden Erträge gegenüberstehen und deren Verhältnismäßigkeit oftmals angezweifelt werden muss sind problematisch. Die Kleinwasserkraftbranche bekennt sich selbstverständlich zu einer ökologischen Nutzung der heimischen Fließgewässer. Vorgeschrieben Maßnahmen sind aber oftmals überschießend und dadurch mit sehr hohen Investition verbunden, die derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar sind. Um das Ziel einer nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung zu erreichen muss die Wirksamkeit von Maßnahmen stärker in den Fokus gerückt und vor allem auch alle anderen Gewässernutzer stärker eingebunden werden.

Klimakrise verträgt keinen weiteren Aufschub!

Auch die aktuelle Regierung ist hier gefordert. Zwar soll sich die Regierung Bierlein, nach allgemeinem Dafürhalten, nur auf die Verwaltung des Übergangs konzentrieren und keine langfristig wirksamen Gesetzesinitiativen setzen, die Klimakrise verträgt aber keinen weiteren Aufschub! Daher muss bereits die Übergangsregierung unbedingt Maßnahmen ergreifen, die den Weg in Richtung Erfüllung unserer internationalen Verpflichtungen weisen und verhindern, dass auch im Bereich der Kleinwasserkraft ein „Investitionsloch“ entsteht.

Wiewohl eigentlich eine neue Klimaschutz- und Ökostromgesetzgebung umgehend erforderlich ist, besteht auch im derzeitigen System die Möglichkeit wirksame Maßnahmen zu setzen. Neben der korrekten Kontingentberechnung im Ökostromgesetz, wäre dies im Bereich der Kleinwasserkraft unter anderem die lange fällige Umsetzung einer sinnvollen Ökostrompauschale-Regelung für Überschusseinspeiser und die Öffnung der Sanierungsförderung für die Ökologische Revitalisierung.

Wie dringend dies für Österreich und die heimische Volkswirtschaft ist, zeigt neben den drohenden Strafzahlungen in Milliardenhöhe auch das aktuelle Handelsbilanzdefizit. Dieses beträgt vor allem aufgrund der Energieimporte rund 9,5 Mrd. Euro. Durch einen forcierten Ausbau von Kleinwasserkraft und anderen Erneuerbaren könnte dieses in ein Außenhandelsplus gedreht werden! Klimaschutz bringt also durch importunabhängige, heimische Stromerzeugung Standortstärkung und Versorgungssicherheit mit sich!

Erforderliche Sofortmaßnahmen:

- Abbau Warteschlange baureifer Projekte (korrekte Kontingentsberechnung)

- Beendigung der Diskriminierung von Überschusseinspeisern (Klarstellung durch Ministerium, Abstellen der Ökostrompauschale auf tatsächlichen Bezug)

- Aufhebung der Benachteiligung von Ökostrom-Eigenverbrauch (Anpassung Elektrizitätsabgabegesetz)

- Berücksichtigung von Kleinwasserkraftspeichern im ÖSG

Rückfragen & Kontakt:

Kleinwasserkraft Österreich
Dr. Paul Ablinger, Geschäftsführer
0664/88253348
p.ablinger@kleinwasserkraft.at
http://www.kleinwasserkraft.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KWK0001