AK Anderl zum Nationalrat: Parlament muss im Sinne von 3,7 Millionen Beschäftigten entscheiden

Statt überlanger Arbeitszeiten planbare Arbeitszeiten und Papamonat für alle, gute Ganztagsschulen und Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung

Wien (OTS) - AK Präsidentin Renate Anderl appelliert an alle Abgeordneten im Nationalrat, bei Ihren Entscheidungen die Belange der über 3,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich zu berücksichtigen. „Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie könnte der Nationalrat mit einem Recht auf einen Papamonat für alle Väter ein wichtiges Signal setzen“, so Anderl. Auch der Ausbau der Ganztagsschulen muss wieder beschleunigt werden. „Der Antrag, der dem Nationalrat vorgelegt wer-den soll, sieht zwar erstmals die Mitfinanzierung des laufenden Betriebs der Ganztagsschulen durch den Bund vor. Aber grundsätzlich geht er von einer Halbierung der jährlichen Ausbauförderung aus“, kritisiert Anderl: „Die Bremse für den Ausbau der Ganztagsschulen kann der Nationalrat jetzt zurücknehmen.“

Gesundheitsschutz in der Gastronomie
„Das Rauchverbot in der Gastronomie ist lange überfällig. Es muss jetzt kommen, um die Gesundheit der Beschäftigten in der Gastronomie und auch der nichtrauchenden Gäste zu schützen“, so Anderl weiter.

Arbeitszeit neu denken
Außerdem forderte die AK Präsidentin ein Umdenken in der Arbeitszeitpolitik: „Die Menschen wollen planbare Arbeitszeiten statt von oben verordnete Arbeitszeitverlängerungen. Sie brauchen auch Zeit für die Familie und für die Erholung in Zeiten immer größeren Arbeitsdrucks“, so Anderl. Erste Schritte dahin wären eine leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche und ein freier Karfreitag zusätzlich für alle.

Wasser und leistbares Wohnen sichern
„Sicherstellen muss der Nationalrat auch, dass es keine Privatisierung der Wasserversorgung in Österreich geben darf“, so die AK Präsidentin. „Die Wasserversorgung in Österreich muss in öffentlicher Hand bleiben. Nur dann können die Menschen im Land mitbestimmen, wie mit einem der wichtigsten Güter der Daseinsvorsorge, dem Wasser, umgegangen werden muss.“
Ebenso wichtig für die Menschen in Österreich ist die Sicherung von leistbarem Wohnen in Österreich. Die AK Präsidentin warnte in diesem Zusammenhang vor einer Aufweichung des MieterInnenschutzes in der von der vorigen Regierung geplanten Novelle des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes.

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